Roland Koch im Tief: Keine Mehrheit für CDU in Hessen
zuletzt aktualisiert: 07.12.2007 - 13:46Frankfurt/Main (RPO). Würde jetzt in Hessen gewählt werden, hätten die CDU und ihr Ministerpräsident Roland Koch keine absolute Mehrheit mehr. Die Union käme rund sechs Wochen vor der Wahl auf 40 Prozent. In Hessen wird am 27. Januar gewählt.
Die SPD käme auf 34 Prozent, wie die Erhebung der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", Radio FFH und das ZDF ergab. Die Grünen können mit neun Prozent rechnen, die FDP wäre mit sieben Prozent und die Linkspartei mit sechs Prozent im hessischen Landtag vertreten.
Vor vier Jahren war die CDU mit Ministerpräsident Roland Koch auf 48,8 Prozent der Stimmen gekommen und hatte damit die absolute Mehrheit der Sitze errungen. Die SPD hatte damals mit 29,1 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis seit 1946 erzielt.
Auf die Frage, wen sie als Ministerpräsidenten vorziehen, nannten 45 Prozent den Amtsinhaber Koch, 32 Prozent sähen lieber die SPD-Politikerin Andrea Ypsilanti in der Staatskanzlei. Rund 56 Prozent der Befragten erklärten, sie machten ihre Wahlentscheidung von landespolitischen Erwägungen abhängig. Für 39 Prozent hatte die Bundespolitik den größeren Einfluss. Für ein Drittel der insgesamt 1.052 befragten Wahlberechtigten in Hessen steht die Schul- und Bildungspolitik an erster Stelle, fast gleichauf folgte die Arbeitsmarktpolitik.
Auf die Umfrage angesprochen erklärte Koch im ZDF-"Morgenmagazin": "Hessen ist immer ein knappes Land gewesen. Es ist sozialdemokratisches Stammland." Zugleich sei Hessen jedoch ein wirtschaftsstarkes Bundesland, das nicht mit einer linken Regierung erfolgreich sein könne. Im Wahlkampf will Koch unter anderem mit einem Wirtschaftsprogramm Stimmen sammeln, mit dem 100.000 neue Arbeitsplätze in Hessen geschaffen werden sollen. Allein 40.000 davon würden durch den Ausbau des Frankfurter Flughafens entstehen, den Grüne und Linke ablehnten, sagte Koch.
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