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Präsidentin des Zentralrats der Juden: Knobloch lehnt vorzeitigen Rücktritt ab

zuletzt aktualisiert: 06.02.2010 - 08:35

München (RPO). Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, lehnt einen vorzeitigen Rücktritt ab. In einem Medienbericht machte Charlotte Knobloch deutlich, dass sie ungeachtet aufkommender Kritik ihre Amtszeit, die im November ausläuft, zu Ende führen will.

Charlotte Knobloch nimmt Hans-Werner-Sinns Entschuldigung an. Foto: ddp, ddp

Die 77-Jährige sagte der "Süddeutsche Zeitung", ihre Aufgabe als Präsidentin des Zentralrats mache sie gerade als Zeugin der Gräuel der Naziherrschaft "glücklich". Sie gebe ihr Kraft, dafür zu arbeiten, "dass jüdisches Leben in unserem gebrochenen Land wieder gelingen kann."

Am Sonntag will das Direktorium des Zentralrats in Frankfurt über einen möglichen Wechsel an der Spitze der Vertretung von gut 100.000 Juden in Deutschland beraten. Als Anwärter auf ihre Nachfolge gilt der amtierende Vizepräsident Dieter Graumann.

Bleibt Knobloch bei ihrer Haltung, könnte es zu dem Führungswechsel aber erst nach Ende ihrer regulären Amtszeit im Herbst kommen.

Quelle: apd/das

 
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