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Friedman hält Pläne für falsch: Knobloch will Zentralrat der Juden umbenennen

zuletzt aktualisiert: 22.08.2009 - 09:40

Mainz (RPO). Der Zentralrat der Juden in Deutschland soll nach dem Willen seiner Präsidentin Charlotte Knobloch in "Zentralrat der deutschen Juden" umbenannt werden. Der ehemalige Vizechef des Zentralrats, Michel Friedman ist gegen diesen Plan.

Charlotte Knobloch nimmt Hans-Werner-Sinns Entschuldigung an.  Foto: ddp, ddp
Charlotte Knobloch nimmt Hans-Werner-Sinns Entschuldigung an. Foto: ddp, ddp

Im 3sat-Magazin "Kulturzeit" sprach Knobloch von einer langfristigen Überlegung. Knobloch begründete dies mit dem Bestreben, die Eingliederung der jüdischen Zuwanderer aus den ehemaligen Staaten der Sowjetunion weiter voranzutreiben. Eine Voraussetzung dafür sei das Erlernen der deutschen Sprache und das Gefühl, in Deutschland eine neue Heimat gefunden zu haben.

Der ehemalige Vizechef des Zentralrats, Michel Friedman, hält eine Umbenennung für falsch. "Ich fühle mich sehr wohl mit dem Begriff Zentralrat der Juden in Deutschland, weil er keinen ausklammert", sagte Friedman dem "Kulturzeit"-Magazin.

"Und weil wir eigentlich eine Religionsvertretung sind in Deutschland", fügte der TV-Moderator hinzu. Als solche vertrete man neben deutschen auch amerikanische und israelische Staatsbürger. Deswegen wäre der Begriff "Zentralrat der deutschen Juden" auch "verfälschend und ausgrenzend", sagte Friedman.

Quelle: DDP/felt

 
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