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Medienbericht über Gesundheitsreform: Koalition plant Einheitsbeitrag für alle Krankenkassen

zuletzt aktualisiert: 10.06.2006 - 17:51

Berlin (rpo). Die große Koalition hat sich bei der Gesundheitsreform möglicherweise schon auf viel mehr Details geeinigt, als sie bisher öffentlich gemacht hat. So sollen Krankenkassenbeiträge einem Zeitungsbericht zufolge bald einheitlich gemacht werden.

Nach Informationen der "Welt am Sonntag" soll es künftig einen einheitlichen Beitragssatz für die gesetzliche und für alle Neumitglieder privater Krankenversicherungen geben. Dieser werde laut ersten Berechnungen für Arbeitnehmer zwischen sieben und acht Prozent liegen. Der Arbeitgeberbeitrag soll bei sechs Prozent eingefroren werden. Derzeit sind die Beiträge von Kasse zu Kasse unterschiedlich.

In den geplanten Gesundheitsfonds sollen künftig nicht nur die Beiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern, sondern auch Abgaben auf Kapitalerträge einfließen. Zudem sei ein Zuschuss aus Steuermitteln vorgesehen. Wie dieser finanziert werden kann, sei noch nicht geklärt.

Die Kassen erhalten nach den Plänen künftig das ihnen zustehende Geld aus dem Fonds. Das sind zum einen die gezahlten Beiträge, zum anderen Zuschüsse für besondere Krankheitsrisiken. Sollten die Kassen mit diesem Geld nicht auskommen, müssen sie von ihren Mitgliedern eine Kopfpauschale einziehen.

Auch hierzu soll es nach Informationen der "Welt am Sonntag" bereits erste Berechnungen geben. So könne die Pauschale bei den Allgemeinen Ortskrankenkassen in größeren Städten bei etwa 40 Euro liegen. Heute schon besonders preiswerte Betriebskrankenkassen könnten ihren Mitgliedern hingegen Beiträge von bis zu 15 Euro pro Mitglied erstatten.

Die privaten Krankenkassen müssen für ihre Neumitglieder keine Rückstellungen für das Alter mehr bilden. Die später anfallenden Kosten würden dann ebenfalls aus dem Fonds finanziert.

Quelle: afp2

 
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