kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

CDU und SPD gründen Arbeitsgruppe: Koalition will gegen hohe Managergehälter vorgehen

zuletzt aktualisiert: 06.07.2008 - 14:15

Berlin (RPO). Die Koalition arbeitet an Regelungen gegen exzessive Managergehälter. Die Union will sich mit Vorschlägen der SPD zu "Angemessenheit und Transparenz von Managerbezahlungen" in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe "ernsthaft und sachlich auseinander setzen", sagte der Unions-Finanzexperte Otto Bernhardt (CDU).

Bernhardt wird zusammen mit SPD-Fraktionsvize Joachim Poß die zehnköpfige Gruppe leiten. Sie soll im September erste Vorschläge für Gesetzesänderungen vorlegen.

Nach dem SPD-Vorschlag sollen Vorstandsgehälter nur noch bis zu einer Million Euro als Betriebsausgabe steuerlich anerkannt werden; Beiträge darüber sollen nur zur Hälfte Berücksichtigung finden. Darüber hinaus will die SPD im Aktienrecht mehr Transparenz für Managerbezüge herstellen und die Aufsichtsräte zwingen, sie nicht in unangemessene Höhen schießen zu lassen.

Begründet wird dies damit, dass die Managerbezüge enorm gestiegen sind, während die Arbeitnehmereinkommen stagnierten. Die Vergütungsstruktur mit Bonuszahlungen und Aktienoptionen verleite Vorstände zu extrem kurzfristiger Ausrichtung auf einen schnell steigenden Börsenkurs. "Dies wird inzwischen auch in den USA als Mitursache der Finanzkrise gesehen", sagte Poß dem Blatt.

Die SPD-Arbeitsgruppe hat ihre Vorschläge jetzt als Gesetzesformulierungen konkretisiert: Der Vorstand soll demnach ausdrücklich zum Wohl des Unternehmens, seiner Arbeitnehmer, seiner Aktionäre und der Allgemeinheit arbeiten. Die Angemessenheit der Vergütung will die SPD sichern, indem im Aktiengesetz zunächst alle denkbaren Bestandteile der Gesamtbezüge genannt werden. Die Vergütung muss der Aufsichtsrat dann in ein Verhältnis zur Leistung des Vorstands, der Lage der Gesellschaft und der "üblichen Vergütung" bringen. Zudem soll er "langfristige Verhaltensanreize zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung" setzen. Dies bedeute, dass es den Bonus am Jahresende nicht mehr allein für einen höheren Aktienkurs geben könne, so die SPD.

Auch soll dem Vergütungsvertrag der ganze Aufsichtsrat zustimmen müssen - nicht mehr nur ein Ausschuss. Der Aufsichtsrat soll außerdem dann, wenn eine "unangemessene Vergütung" festgestellt wird, den Anteil, der über einer "angemessenen" Bezahlung liegt, als Schadenersatz zahlen müssen. Die Verträge müssen den Wert von Abfindungen und Pensionen nennen.

Quelle: ap

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Marco Buschmann soll FDP-General werden

Nordrhein-Westfalen

Marco Buschmann soll FDP-General werden

Der Gelsenkirchener FDP-Bundestagsabgeordnete Marco Buschmann soll neuer Generalsekretär der NRW-FDP werden. Das erfuhr unsere Redaktion aus ... mehr 

Düsseldorfer Landtag konstituiert sich

Mit 237 Abgeordneten

Düsseldorfer Landtag konstituiert sich

In Düsseldorf konstituiert sich am Donnerstag der 16. nordrhein-westfälische Landtag. Zu Beginn der Sitzung werden die Namen aller 237 Abgeo ... mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Italien: Frau lebend aus Trümmern gezogen

Das Beben in Norditalien war am Dienstagabend schon 12 Stunden her, da gab es eines dieser kleinen Wunder, auf die die Menschen in den ... mehr 

Machtkampf bei der Linken

Wagenknecht lässt Kipping den Vortritt

Neue Wendung im Führungsringen der Linken: Nach langem Zögern wagt sich Sahra Wagenknecht aus der Deckung und spricht sich für eine Doppelspitze ohne eigene Beteiligung aus. Katja Kipping und Bernd Riexinger sind ihr Dreamteam. mehr

 
 

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

 

Schröder hält am Krippenausbau fest

"Wir dürfen die Eltern nicht enttäuschen"

 

Ministerin will auf Uni-Bewertung warten

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 
Top-Services