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Vergütungsregeln: Koalition will Managergehälter deckeln

zuletzt aktualisiert: 11.11.2008 - 21:34

Düssleodrf (RPO). Die Regierungskoalition plant weitreichende Einschnitte in die Vergütungsregeln von Managern. Nach den Plänen der regierungsinternen Arbeitsgruppe sollen beispielsweise Aktienoptionen frühestens nach vier Jahren eingelöst werden können.

Das gehe aus dem Entwurf eines gemeinsamen Beschlussvorschlags von Union und SPD hervor, der dem "Handelsblatt" nach eigenen Angaben vorliegt. Am Donnerstag trifft die Arbeitsgruppe erneut zusammen, um abschließend über die geplanten Gesetzesänderungen zu beraten.

"Im Sinne der sozialen Marktwirtschaft und der Gerechtigkeit erscheint es erforderlich auch durch gesetzliche Maßnahmen sicherzustellen, dass das Verhältnis zwischen Vergütung und Leistung bei Wirtschaftsmanagern wieder in eine akzeptable Relation gebracht wird", zitiert die Zeitung aus der Beschlussvorlage, die die beiden Leiter der Arbeitsgruppe, SPD-Fraktionsvize Joachim Poß und CDU-Finanzexperte Otto Bernhardt, ausgearbeitet haben.

In dem Acht-Punkte-Programm der Koalition sei geplant, dass bei Publikumsgesellschaften der gesamte Aufsichtsrat und nicht nur der Präsidialausschuss über die Vergütung von Vorstandsmitgliedern entscheide. Zudem solle der Aufsichtsrat verpflichtet werden, die Vergütung von Vorstandsmitgliedern bei schlechter wirtschaftlicher Entwicklung nachträglich zu reduzieren.

Ein großes Special zur Finanzkrise finden Sie hier.

Quelle: afp

 
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