Wahlkampf in Hessen: Koch gibt sich kämpferisch
zuletzt aktualisiert: 18.01.2008 - 06:35Volkmarsen (RPO). Der hessische Ministerpräsident Roland Koch musste vor den Landtagswahlen einen Rückschlag verkraften. Nun bäumt sich der CDU-Politiker gegen die schlechten Umfrgewerte auf und animiert seine Anhänger zum Kämpfen.
"Es gibt eine Mehrheit für die bürgerliche Politik in diesem Land, aber sie kommt nicht von selbst", sagte Koch am Donnerstagabend beim politischen Aschermittwoch der CDU im nordhessischen Volkmarsen.
Hessen sei jetzt in der spannendsten Phase eines Wahlkampfes und es sei nicht die einfachste, unterstrich Koch. Die Union wolle auch künftig die Regierung in Hessen stellen. Dafür müsse sie die Wechselwähler an sich binden.
Der neuesten Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der "ARD-Tagesthemen" zufolge liegt die CDU mit 38 Prozent nur noch einen Prozentpunkt vor der SPD. Auch zusammen mit der FDP hätte die CDU danach keine Mehrheit.
Die Umfragen seien "eng, sehr eng", sagte Koch in der Stadthalle. "Wenn wir nicht aufpassen, ist die Linkspartei das Zünglein an der Waage", warnte Koch zudem vor dem Einzug der Linkspartei in den hessischen Landtag. Wenn es eine linke Mehrheit im Landtag gebe, werde die SPD sie nutzen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, mit der SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti werde eine Steuerreform nicht möglich sein, die den Unternehmen gut tue. "Sie hat versucht, die Unternehmenssteuerreform zu verhindern. Das hat sie nicht geschafft, genauso wie sie es nicht schaffen wird, Ministerpräsidentin zu werden", sagte Merkel.
Die Kanzlerin stellte sich außerdem ausdrücklich hinter Koch und seine Debatte über Jugendkriminalität. "Man kann keine Themen erfinden", sagte Merkel. Die Menschen bewege diese Frage. Deshalb sei es richtig, darüber zu reden. Hessen müsse weiter von der CDU regiert werden. Bei der Wahl am 27. Januar komme es auf jede Stimme an.
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