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Auch Grüne nehmen Kanzlerin in Schutz: Koch lobt Merkel für Empfang des Dalai Lama

zuletzt aktualisiert: 23.09.2007 - 11:33

Berlin (RPO). Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Roland Koch hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor dem Besuch des Dalai Lama im Kanzleramt gegen Kritik aus China verteidigt. "Es ist gut, dass sich Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht hat beirren lassen", sagte der hessische Ministerpräsident.

Die Regierung in Peking hatte Deutschland mit Konsequenzen gedroht. "Wir Deutsche können froh und stolz sein, dass Menschenrechtsfragen für Angela Merkel einen so hohen Stellenwert haben und sie in aller Welt Klartext redet und danach handelt", lobte Koch seine Parteivorsitzende und ihren Umgang mit dem Oberhaupt der Tibeter in der "Bild am Sonntag".

Auch Grünen-Chefin Claudia Roth nahm Merkel in Schutz. Die Kanzlerin zeige mit dem Empfang des religiösen Oberhaupts eine verantwortungsvolle Haltung, sagte Roth im Deutschlandfunk. Die Wahrung der Menschenrechte in Tibet liege auch im deutschen Interesse. Zuvor hatte China kurzfristig ein Treffen mit Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) platzen lassen. Das für Sonntag in München geplante Gespräch über den Schutz intellektuellen Eigentums wurde von chinesischer Seite "aus technischen Gründen" abgesagt. Das Treffen sollte im Rahmen des deutsch-chinesischen Rechtstaatsdialogs stattfinden.

Es ist das erste Mal, das eine Kanzlerin das geistliche Oberhaupt der Tibeter im Kanzleramt empfängt. Für Peking ist das autonome Gebiet Tibet ein Teil Chinas. Die chinesische Armee war 1951 in Tibet einmarschiert. Nach einem fehlgeschlagenen Aufstand der Bewohner flüchtete der Dalai Lama nach Indien, wo er seit 1959 in Dharamsala eine Exil-Regierung führt.

Quelle: afp

 
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