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Umweltpreis: Köhler fordert industrielle Revolution zum Umwelt-Schutz

zuletzt aktualisiert: 26.10.2008 - 13:05

Rostock (RPO). Bundespräsident Horst Köhler hat Staaten, Wirtschaft und Bürger zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung für den Klimaschutz aufgerufen. Politik und Wirtschaft müssten an einem Strang ziehen, um weg von fossilen Brennstoffen und hin zu erneuerbaren Energien und zu einer besseren Energie- und Ressourcenproduktivität zu kommen, forderte Köhler am Sonntag bei der Verleihung des Deutschen Umweltpreises in Rostock.

Köhler forterte eine neue industrielle Revolution zum Schutz der Umwelt. Deutschland sollte sich das ehrgeizige Ziel setzen, auf diesem Gebiet Technologie- und Marktführer zu werden. "Die deutsche Wirtschaft hat allen Grund, in einer Effizienzrevolution für sich eine riesige Chance zu sehen. Ergreifen wir sie - auch im Interesse von Arbeit für die Menschen in Deutschland", sagte der Bundespräsident.

Ein zunehmendes Bewusstsein für den Schutz der Umwelt sei vorhanden, räumte Köhler ein. Andererseits habe der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen im vergangenen Jahr drastisch zugenommen. Die Rote Liste der bedrohten Tierarten sei um 1300 Arten länger geworden. "Kleine Kurskorrekturen reichen nicht. Wir brauchen eine umfassende Strategie für die Verwirklichung der Idee der Nachhaltigkeit", sagte Köhler am Sonntag bei der Verleihung des Deutschen Umweltpreises in Rostock.

Als Ziel nannte er: "Weg von fossilen Brennstoffen und hin zu erneuerbaren Energien und vor allem hin zu einer massiven Verbesserung der Energie- und Rostoffproduktivität." Dazu müssten alle an einem Strang ziehen und "die besten Ideen bündeln". Jeder Einzelne könne seinen Lebensstil überprüfen und etwas für das Einsparen von Energie tun.

Weizsäcker und Zinke bekommen deutschen Umweltpreis

Der Deutsche Umweltpreis ging an den Naturwissenschaftler und Umweltexperten Ernst Ulrich von Weizsäcker sowie an Holger Zinke, den Gründer eines mittelständischen Biotech-Unternehmens. Mit 500. 000 Euro ist er der höchstdotierte Umweltpreis Europas.

Weizsäcker wird geehrt, weil er seit Jahrzehnten weltweit Überzeugungsarbeit für nachhaltiges Wirtschaften in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft leistet. Der 69-jährige Neffe des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker ist Dekan der Donald Bren School für Umweltwissenschaft und -management der Universität Kalifornien.

Zinke ist Gründer des mittelständischen Biotechnologie-Unternehmens Brain im hessischen Zwingenberg. Dem 45-Jährigen gelang es mit innovativer weißer Biotechnologie, Wirkstoffe aus der Natur für die industrielle Produktion bereitzustellen und damit die Umwelt zu entlasten.

Quelle: afp

 
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