"Sabine Christiansen": Köhler plädiert für Direktwahl des Bundespräsidenten
zuletzt aktualisiert: 24.06.2007 - 22:51Berlin (RPO). Bundespräsident Horst Köhler hat sich für eine Direktwahl des Staatsoberhauptes durch das Volk ausgeprochen. "Ich glaube, dass es kein schlechtes Modell wäre, den Bundespräsidenten direkt zu wählen", sagte Köhler am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Sabine Christiansen".
Vielleicht sollte dies sogar nur für eine Periode von sieben oder acht Jahren der Fall sein. "Dann ist auch das Gerangel um die Wiederwahl, das immer auch koalitionspolitische Elemente hat, ein bisschen eingeschränkt", betonte er.
Köhler sprach sich generell dafür aus, mehr Elemente direkter Demokratie in Deutschland einzuführen. So sei die am Wochenende vom EU-Gipfel in Brüssel beschlossene Einführung eines europäischen Volksbegehrens ein guter Schritt, über den man auch in Deutschland nachdenken solle. Man wäre gut beraten, auch in Deutschland mehr Elemente der direkten Demokratie möglich zu machen, sagte er.
Seine Entscheidung über eine mögliche zweite Amtszeit ab 2009 ließ Köhler weiter offen. Er habe bereits gesagt, dass er etwa ein Jahr vor dem Ende der jetzigen Amtszeit seine Entscheidung bekannt geben werde.
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