kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
       
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Ergänzende Informationen erbeten: Köhler will Internetsperren-Gesetz nicht unterzeichnen

zuletzt aktualisiert: 28.11.2009 - 10:48

Hamburg/Düsseldorf (RPO). Bundespräsident Horst Köhler will das umstrittene Gesetz zur Sperrung kinderpornografischer Internetseiten vorerst nicht unterschreiben.

Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Samstag vorab berichtete, hat Köhler von der Bundesregierung "ergänzende Informationen" zu dem noch von der großen Koalition auf den Weg gebrachten Vorhaben erbeten. Erst nach deren Auswertung wolle er entscheiden, ob er unterschreibt oder nicht.

Geplant war, kinderpornografische Seiten zu sperren und mit einem Stoppschild im Internet zu versehen. Das Gesetz war von der bisherigen Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) angestoßen worden. Kritiker sehen darin den Einstieg in eine Internet-Zensur. Zahlreiche Experten halten das Gesetz für verfassungswidrig, darunter auch Rechtspolitiker der neuen Koalition wie Max Stadler (FDP). Im Koalitionsvertrag hatten Union und FDP bereits vereinbart, das Internetsperren-Gesetz vorläufig nicht zur Anwendung zu bringen.

Ein von Bundestag und Bundesrat verabschiedetes Gesetz kann aber nicht einfach zurückgezogen werden. Gesucht wird nun offenbar ein juristisch korrekter Ausweg. Das Magazin "Wirtschaftswoche" berichtete unterdessen am Samstag vorab, Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hätten sich darauf geeinigt, einen Vollzug des Gesetzes per Erlass ans Bundeskriminalamt auszusetzen.

Die Vizechefin und innenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Gisela Piltz, bezweifelt jedoch, dass dies ein rechtsstaatlich korrektes Verfahren sei. "Eine Behörde muss geltende Gesetze einhalten", sagte sie der "Wirtschaftswoche". Sie verlangt den Stopp per Gesetz.

Eine Lösung könnte laut "Spiegel" sein, dass Bundestag und Bundesrat eine neue Regelung verabschieden, mit der das Gesetz über die Internetsperren wieder aufgehoben wird. Köhler könnte warten, bis dieses Änderungsgesetz bei ihm eingeht und es ausfertigen. Das Internetsperren-Gesetz hätte sich dann erledigt.

Quelle: DDP/felt

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Syrischer Blogger zeigt die Schrecken von Homs

Danny Dayem filmt aus der Protesthochburg

Syrischer Blogger zeigt die Schrecken von Homs

Danny Abdul Dayem filmt den Schrecken des Krieges in Syrien. mehr 

Berlin

Deutschland weist syrische Diplomaten aus

Deutschland hat vier syrische Diplomaten ausgewiesen. "Nach der Festnahme zwei der Spionage ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Danny Dayem filmt aus der Protesthochburg

Syrischer Blogger zeigt die Schrecken von Homs

Noch viele offene Fragen bis zum Hilfspaket

Für Griechenland läuft die Zeit ab

Unterstützung für Gewerkschaften

SPD-Chef Gabriel fordert höhere Löhne

Lesermeinungen zu Geschwindigkeitskontrollen

Düsseldorfer wollen mehr Radarkontrollen

Über 100 Konten leergeräumt

EC-Kartenbetrug in Supermärkten

Bedburg-Hau-Moyland

Moyland geht in Revision

Videos

Ringerin aus Krefeld trainiert für Olympiaqualifikation

Aline Focken ist 20 Jahre alt und träumt von Olympia. Die Krefelderin hat die Chance sich für die olympischen Spiele 2012 in ... mehr 

Video

Auto macht Musik auf 1000 Instrumenten

Der Band 'OK Go' ist es offenbar zu langweilig, Songs im Studio aufzunehmen. Und darum spielen die vier Jungs aus Chicago im Clip ... mehr 

Berlin

Deutschland weist syrische Diplomaten aus

Deutschland hat vier syrische Diplomaten ausgewiesen. "Nach der Festnahme zwei der Spionage verdächtigen Personen habe ich veranlasst, dass vier Angehörige der syrischen Botschaft in Berlin ausgewiesen werden." mehr 

 

Unterstützung für Gewerkschaften

SPD-Chef Gabriel fordert höhere Löhne

 

Bei spätem Pflege-Bescheid

Zehn Euro Entschädigung pro Tag geplant

 

Verkehrsminister Ramsauer im Winter-Interview

"Droht uns jetzt ein neues Bahn-Chaos, Herr Minister?"

 
 

Angeblich unverzichtbar bei Ermittlungen

BKA besteht auf Vorratsdatenspeicherung

Top-Services