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Problem-Gewehr G36 der Bundeswehr
Königshaus und Nachtwei in Untersuchungskommission

Problem-Gewehr G36 der Bundeswehr: Königshaus und Nachtwei in Untersuchungskommission
Wird sich die Bundeswehr bald vom Sturmgewehr 36 trennen? FOTO: dpa
Berlin. In die Kommission zur Untersuchung der Probleme mit dem Bundeswehr-Gewehr G36 sind der scheidende Wehrbeauftragte des Bundestags, Hellmut Königshaus (FDP), und der frühere Grünen-Abgeordnete Winfried Nachtwei berufen worden.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Bild am Sonntag". Der Verteidigungspolitiker Nachtwei übernimmt demnach den Vorsitz des Gremiums.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte vor wenigen Tagen nach jahrelanger Kritik aus der Truppe massive Probleme bei der Treffsicherheit des G36 eingeräumt. Vorausgegangen war eine interne Expertenanalyse. Die Ministerin hatte daraufhin die Einrichtung einer Kommission angekündigt, die Berichte über frühere Einsätze mit dieser Waffe noch einmal genau untersuchen soll. Dabei soll es auch um mögliche Verletzungen von Bundeswehrsoldaten gehen.

In der vierköpfigen G36-Kommission sollen zudem ein Experte für operative und taktische Fragen sowie ein technischer Fachmann mitarbeiten. Nach Angaben des Ministeriumssprechers sind hierfür noch keine Namen bekannt.

Rüstungsflops: Von peinlich bis tödlich FOTO: Bundeswehr

Der seit 2010 amtierende Wehrbeauftragte Königshaus scheidet im Mai aus dem Amt. Er hatte in der Vergangenheit aufgrund der Berichte von Soldaten immer wieder auf die Probleme mit dem G36 hingewiesen.

(AFP)
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