Berliner Innensenator: Körting fordert vernetztes Waffenregister
zuletzt aktualisiert: 25.05.2009 - 11:03Berlin (RPO). Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hat ein vernetztes Waffenregister der einzelnen Länder für die gesamte Bundesrepublik verlangt. Auf einer Sitzung des Innenausschusses im Abgeordnetenhaus sagte Körting, die bisher vorgesehenen Änderungen des Waffengesetzes blieben "hinter den Erwartungen des Landes Berlin zurück".
Allerdings werde das Land den bisher vorgesehenen Änderungen zustimmen, sagte der Innensenator: "Denn ein Detailschritt ist wichtiger als gar kein Schritt".
Nach Ansicht des SPD-Politikers fehlen im bisherigen Gesetzentwurf das Totalverbot großkalibriger Waffen und eine stärkere Bedürfnisprüfung bei Jägern und Sportschützen. Ein entsprechendes Verbot großkalibriger Waffen wie in Großbritannien würden bislang aber nur die Länder Bremen und Berlin mittragen. Noch offen sei, ob nicht möglicherweise eine zusätzliche Bundesbehörde zur Überprüfung der Waffenregister geschaffen werden müsse.
Körting betonte, grundsätzlich sollten auch ohne Vorfälle wie dem Amoklauf in Winnenden möglichst wenig Waffen im Umlauf sein. Der Senator schränkte zugleich ein: "Was immer wir tun, Vorfälle mit Waffen können nicht ganz verhindert werden."
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