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Kolumbien
Regierung und FARC unterzeichnen neuen Friedensvertrag

Kolumbien: Regierung und FARC unterzeichnen neuen Friedensvertrag
Auf den Plätzen von Bogota feierten viele Menschen die Nachricht. FOTO: afp, gls
Bogota. Die kolumbianische Regierung und die Rebellenorganisation Farc haben einen zweiten Anlauf unternommen, nach einem halben Jahrhundert Krieg Frieden zu schließen.

Sie vereinbarten am Samstag in Havanna eine modifizierte Fassung des Vertrags, der am 2. Oktober bei einer Volksabstimmung überraschend knapp gescheitert war.

Regierungsunterhändler Humberto de la Calle sagte, die zweite Version sei "viel besser" als die erste, die nach Auffassung einiger Kritiker zu milde gegenüber Guerilleros war, die in dem Konflikt Menschen entführt und Kriegsverbrechen begangen hatten.

"Der neue Vertrag ist eine Gelegenheit, Zweifel auszuräumen, aber vor allem uns zu einigen", erklärte De la Calle. Ob auch der zweite Vertrag dem Volk zur Bestätigung in einem Referendum vorgelegt werden soll, sagte er nicht.

Konflikt mit 220.000 Toten

Präsident Juan Manuel Santos hatte für den am 26. September vermeintlich erreichten Durchbruch zur Beendigung des langen Konflikts mit 220.000 Toten den Friedensnobelpreis erhalten. Nachdem der Deal aber in der Volksabstimmung mit einer knappen Mehrheit von 55.000 Stimmen abgelehnt wurde, verlängerte er den Waffenstillstand mit der Farc bis zum 31. Dezember. Bis dahin sollte eine neue Fassung ausgehandelt werden.

De la Calle sagte, Änderungen seien in Justizfragen vorgenommen worden, der Bestrafung von Rebellen, denen Kriegsverbrechen vorgeworfen werden, und bei Reparationen für Opfer des Konflikts.

(ap)
 
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