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Gott und die Welt
Gute Nachrichten zum Selbermachen

Gott und die Welt: Gute Nachrichten zum Selbermachen
Der rheinische Präses Manfred Rekowski. FOTO: dpa, Daniel Naupold
Düsseldorf. In Ostafrika droht 23 Millionen Menschen der Hungertod. Hilfe kostet Geld. Die Diakonie verdoppelt deshalb alle Spenden, die bei ihr eingehen. Von Manfred Rekowski

Terror und Trump, Politisches und Familiäres aus dem Trauerhaus Kohl, Confed Cup und Ronaldos Steuermoral, Laschet und Lindner auf der Zielgeraden, Raabs Comeback und der Europa-Abgang der Briten - die tägliche Nachrichtenmenge ist gewaltig. Dazwischen dann noch Katzenvideos bei Facebook, Getwittere über dies und das. Wir haben viel um die Ohren und jede Menge vor Augen. Da muss man schon sehr genau hinsehen, was tatsächlich wichtig ist.

Genau hinsehen! Denn in der unaufhörlichen Nachrichtenflut dieser Tage geht wirklich Wesentliches unter: Im Osten Afrikas droht ein Massensterben. Rund 23 Millionen Menschen sind nach Angaben der UN akut vom Hungertod bedroht. Schon jetzt hat die ungewöhnlich lang anhaltende Dürre im Südsudan, in Äthiopien, Somalia und Kenia viele Menschen und Tiere das Leben gekostet. Während wir hierzulande täglich lesen können, wie man sich vor hohen Temperaturen im Büro schützt oder im Freibad die beste Arschbombe hinlegt, findet die Nachricht, dass mehr Menschen in Ostafrika ums Überleben kämpfen, als Nordrhein-Westfalen Einwohner hat, kaum Erwähnung.

Der Theologe Karl Barth hat einmal gesagt: "Wie man beten soll, das steht in der Bibel; und was man beten soll, das steht in der Zeitung." Manchmal muss man nach dem Was ziemlich suchen. Wenn man's dann aber gefunden hat, geht auch noch mehr als zu beten, als die Not vor Gott zu bringen: Die Diakonie-Katastrophenhilfe ist mit lokalen Partnerorganisationen auch im Osten Afrikas im Einsatz und versorgt Menschen mit Lebensmitteln, Saatgut und vor allem sauberem Trinkwasser. Da werden im Landkreis Cueibet im Südsudan 15.000 Kinder an 47 Schulen mit einer Schulspeisung versorgt. In Kenia sorgt die Diakonie für Trinkwasser - siebeneinhalb Liter pro Tag und Mensch, um die schlimmste Not zu überstehen.

Angesichts der Not braucht es aber mehr Hilfe. Deshalb verdoppelt die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe bis Ende August die Spenden, die unter dem Stichwort "Verdoppelungsaktion Afrika" auf dem Spendenkonto der Diakonie-Katastrophenhilfe eingezahlt werden (Evangelische Bank, Iban: DE 6852 0604 1000 0050 2502, Stichwort: Verdoppelungsaktion Afrika; www.diakonie-katastrophenhilfe.de/VerdoppelungsaktionAfrika). Bis zu 100.000 Euro stehen bereit. Auch wenn die Katastrophe hierzulande kaum Beachtung findet, können Sie wirkungsvoll helfen, indem Sie spenden. Werden Sie zum Macher guter Nachrichten! Vielleicht ist das dann hierzulande kaum mehr als eine Randnotiz. Für die Menschen in Ostafrika ist es die beste Nachricht.

Der rheinische Präses Manfred Rekowski schreibt hier an jedem vierten Samstag im Monat. Ihre Meinung? Schreiben Sie unserem Autor: kolumne@rheinische-post.de

Quelle: RP
 
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