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Entführungsopfer in Afghanistan: Kommt die deutsche Geisel heute frei?

zuletzt aktualisiert: 03.08.2007 - 10:24

Köln/Berlin (RPO). In den Fall des in Afghanistan entführten deutschen Bauingenieurs Rudolf B. kommt anscheinend Bewegung. Nach den Worten des ZDF-Terrorismusexperten Elmar Thevessen zeichnet sich ab, dass die Freilassung des 62-Jährigen noch am Freitag "erfolgen könnte". Die Hoffnung sei derzeit "sehr groß, dass man Rudolf B. heute freibekommt", sagte Thevessen am Freitagmorgen im Deutschlandfunk.

Das Auswärtige Amt hat sich zurückhaltend zu Berichten über eine bevorstehende Freilassung des in Afghanistan entführten deutschen Bauingenieurs Rudolf B. geäußert. Solche Meldungen könne das Ministerium grundsätzlich nicht kommentieren, sagte eine Sprecherin am Freitag in Berlin.

Offenbar sei eine "Bereitschaft auf der anderen Seite" vorhanden, den Fall "möglicherweise mit Hilfe von Geld" oder der Erfüllung anderer Forderungen zu lösen, betonte Thevessen. Seiner Einschätzung nach liege auch den Unterhändlern auf deutscher Seite daran, dies schnell zu tun, "denn man hat die große Sorge, dass durch eine mögliche Militäraktion zur Befreiung der südkoreanischen Geiseln gerade auch in dieser Region das Schicksal des Deutschen höchst gefährdet ist in den nächsten Tagen".

Der SPD-Außenpolitiker Hans-Ulrich Klose sagte dem Sender, er gehe davon aus, dass der Krisenstab des Auswärtigen Amtes die Situation genau analysiert habe und seine Routine einsetze, "um ein gutes Ergebnis zu erzielen". Ob dies aber gelinge, wisse man nicht, fügte der Vize-Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses hinzu. "Man kann nur hoffen, dass man den geeigneten Schlüssel findet, um die Freilassung dieser weiteren Geisel zu erwirken."

Rudolf B. war am 18. Juli gemeinsam mit seinem Kollegen Rüdiger D. in Afghanistan entführt worden. Die Mitarbeiter eines in Kabul ansässigen Unternehmens wurden in der afghanischen Provinz Wardak, 100 Kilometer südwestlich der Hauptstadt, verschleppt.

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