SPD und WASG: Kompromiss im linken Namensstreit
zuletzt aktualisiert: 08.06.2005 - 20:22Leipzig (rpo). Im Namensstreit um ein Linksbündnis zwischen PDS und Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) zeichnet sich anscheinend eine Kompromisslinie ab. PDS-Bundesvize Katja Kipping sagte, vorstellbar seien zwei Lösungsvarianten. Zum einen könnte sich die PDS umbenennen in "Demokratische Linke-PDS", auf den Wahlscheinen bundesweit aber auf das Kürzel PDS verzichten.
Als zweite Variante nannte Kipping nach einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" die Möglichkeit, dass die PDS sich umbenennt in "Demokratische Linke". Dann aber müsse das Kürzel PDS als Zusatz auf den Wahlzetteln im Osten verwendet werden dürfen. Damit sei sichergestellt, dass die PDS erkennbar bliebe. Gleichzeitig könnte auch die Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) damit leben. Kipping bevorzugt die zweite Möglichkeit.
Laut Kipping ist ein Teilverzicht der PDS beim Namen ein "Signal", dass das Linksbündnis "kein Neuaufguss, sondern ein Neuanfang" sei. Es gehe um "den Brückenkopf für eine neue Partei" und nicht um einen "Etikettenschwindel".
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