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Reaktion auf Parteitag
Konrad Adam erwägt Austritt aus AfD

Konrad Adam erwägt Austritt aus AfD
Konrad Adam denkt über einen Austritt aus der AfD nach. FOTO: dpa, iwa pzi hpl
Berlin. Eine weitere Personalie könnte die Alternative für Deutschland erschüttern: Der ehemalige Co-Vorsitzende der AfD, Konrad Adam, denkt über einen Austritt aus der von ihm mitgegründeten Partei nach.

"Ich habe noch nicht entschieden, ich erwäge es aber", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Der konservative Publizist erklärte, er habe sich während des Bundesparteitages in Essen am vergangenen Wochenende sehr über die "Bierzeltparolen" einiger Teilnehmer geärgert. Der neuen Parteivorsitzenden Frauke Petry warf er vor, sie predige zwar Basisdemokratie, sei aber dabei, die AfD in eine gut organisierte Kaderpartei zu verwandeln. 

Zur Unterstützung, die Petry in Essen vom rechtsnationalen Flügel um den Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke erhalten hatte, erklärte Adam: "Ich fürchte, die Geister, die sie rief, wird sie nicht wieder los, und für jeden Dienst muss man zahlen." Der frühere Vorsitzende Bernd Lucke habe zwar Fehler begangen: "Dass man ihn wie einen Hund mit Rufen wie "Lucke raus!" vor die Tür gejagt hat, war allerdings ein Zeichen dafür, was von der neuen AfD zu erwarten ist - vor allem dann, wenn es von dem Ruf "Petry Heil!" begleitet wird".

Lucke, Adam und Petry hatten die Alternative für Deutschland bis zum Parteitag gemeinsam geführt. Lucke kandidierte nicht für einen weiteren Posten, nachdem Petry am Samstag zur Ersten Vorsitzenden gewählt worden war. Adam scheiterte mit seiner Kandidatur für den Posten des Beisitzers. 

(dpa)
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