Deutsche Kinderhilfswerk: Kostenlose Nachhilfe für Hartz-IV-Kinder gefordert
zuletzt aktualisiert: 19.02.2010 - 06:41Osnabrück (RPO). Das Deutsche Kinderhilfswerk hat Nachbesserungen bei der Härtefallliste für "Hartz IV"-Empfänger gefordert. Präsident Thomas Krüger sprach sich dafür aus, dass Kosten für Nachhilfeunterricht bei Kindern aus "Hartz"-Familien generell vom Staat übernommen werden, und nicht nur befristet bei Krankheit oder Tod von Angehörigen.
Die von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vorgelegte Härtefallliste kritisierte er in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" als "Minimallösung". Der Katalog, der erhöhte Leistungsansprüche ausweist, gehe zu wenig auf die Interessen von Kindern ein.
Der Präsident des Kinderhilfswerks zählt zum "unabweisbaren, besonderen Bedarf" für Kinder und Jugendliche auch Bekleidung in Übergrößen, Brillen, Medikamente und orthopädische Schuhe. "Auch bestimmte Freizeiteinrichtungen, speziell Sportanlagen und Bäder, sollten für Kinder kostenfrei sein", betonte Krüger.
"Die Ministerin hat vor allem den Bundeshaushalt geschont", kritisierte er. Der Forderung der Verfassungsrichter, dass "Hartz IV"-Empfänger ab sofort in Einzelfällen einen zusätzlichen Sonderbedarf geltend machen können, sei die Regierung nicht in gebotenem Umfang nachgekommen, sagte Krüger.
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