Umstrittene Äußerungen über Rumänen: Künast wirft Rüttgers Rassismus vor
zuletzt aktualisiert: 06.09.2009 - 08:48Berlin (RPO). Wegen seiner abfälligen Äußerungen über die Arbeitsmoral von Rumänen wird der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) scharf attackiert. Die Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast warf Rüttgers "Rassismus pur" vor und forderte Kanzlerin Merkel auf, "rasch und unmissverständlich Konsequenzen zu ziehen".
Renate Künast verwies auf missverständliche Äußerungen Rüttgers "unter der Parole Kinder statt Inder" aus früheren Wahlkampfzeiten und sagte, seine Entschuldigungen seien deshalb "unglaubwürdig". "An dieser Stelle" sei Rüttgers ein "Wiederholungstäter", so Künast gegenüber der "Leipziger Volkszeitung" (Montagsausgabe).
Von der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel forderte Künast, "rasch und unmissverständlich Konsequenzen zu ziehen". "So einer ist als stellvertretender CDU-Vorsitzender nicht tragbar", sagte Künast.
Bei einem Wahlkampfauftritt in Duisburg am 26. August, den die NRW-SPD filmte und in das Internet-Portal Youtube stellte, hatte Rüttgers gesagt, im Unterschied zu den Arbeitnehmern im Ruhrgebiet kämen "die in Rumänien" nicht morgens um sieben zur ersten Schicht und blieben bis zum Schluss da. Sie kämen und gingen, wann sie wollten, und wüssten nicht, was sie tun. Er bezog sich mit seinen Äußerungen auf den Umzug des Bochumer Nokia-Werks nach Rumänien im vergangenen Jahr.
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