kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast

Berliner Finanzsenator spricht sich für Lockerung aus: Kündigungsschutz-Debatte erreicht die SPD

zuletzt aktualisiert: 28.07.2004 - 16:19

Frankfurt/Main (rpo). Nach dem CDU-Vorstoß für eine Liberalisierung des Kündigungsschutzes rüttelt nun auch ein erster führender SPD-Politiker am Gesetz. Nach Meinung des Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin "sind die bisherigen deutschen Kündigungsregeln eher zu unflexibel".

Dies sagte er der "Berliner Zeitung". Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) forderte weitere Arbeitsmarkt-Reformen. Sarrazin sagte, man müsse mittelfristig über Lockerungen in mehreren Bereichen nachdenken: bei Neu- und Wiedereinsteigern in den Arbeitsmarkt, bei älteren Arbeitnehmern und bei Beschäftigten in kleinen und mittleren Unternehmen.

Sarrazin unterstrich: "Mittelfristig müssen wir über Lockerungen in mehreren Bereichen nachdenken: bei Neueinsteigern oder Wiedereinsteigern in den Arbeitsmarkt, bei älteren Arbeitnehmern und bei den Beschäftigten von kleinen und mittleren Unternehmen." Er fügte hinzu, es bestehe aber kein sofortiger Handlungsbedarf. Zunächst solle man abwarten, wie sich die bereits beschlossenen rot-grünen Reformen am Arbeitsmarkt auswirkten. Über eine weitgehende Lockerung des Kündigungsschutzes wurde bislang nur in der Union debattiert.

Müntefering will von einem Streit in der Partei nichts wissen

Müntefering wollte von einem Streit in seiner Partei nichts wissen. Beim Thema Kündigungsschutz sehe er keine unterschiedlichen Positionen innerhalb der SPD. Die Diskussion in der CDU habe eine ganz andere Qualität, da sie von den Spitzen der Partei angeschoben worden sei. Die geforderte Abschaffung des Kündigungsschutzes sei nur die "Spitze des Eisberges", warnte Müntefering. Tatsächlich gehe es der CDU um die Abschaffung der Tarifautonomie. Der Berliner SPD-Chef Michael Müller sprach sich in der "BZ" dafür aus, den Kündigungsschutz beizubehalten. Auch die rot-grüne Bundesregierung lehnt eine Lockerung entschieden ab.

In der Union hält der Streit darüber weiter an: Mit deutlichen Worten wies der Chef der bayerischen Staatskanzlei, Erwin Huber, den stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Friedrich Merz, zurecht, der die Debatte am Wochenende angestoßen hatte. Übertreibungen und immer neue Ankündigungen würden die Menschen "nur verunsichern", sagte Huber der "Bild"-Zeitung. Mit der CSU sei eine völlige Abschaffung des Kündigungsschutzes jedenfalls nicht zu machen.

Auch BDI-Präsident will die Rahmenbedingungen ändern

BDI-Präsident Michael Rogowski sprach sich im Bayerischen Rundfunk dafür aus, die Rahmenbedingungen für den Kündigungsschutz zu lockern. "Wir haben einen äußerst unflexiblen und rigiden Arbeitsmarkt", sagte Rogowski. In der Schweiz, Dänemark und in den USA gebe es weniger strenge Regeln. Dort sei die Arbeitslosigkeit deutlich zurückgegangen. Nach Rogowskis Ansicht müsse man in Deutschland mehr Dinge probieren. "Das klingt dann furchtbar unsozial, aber vielleicht ist es ja doch hilfreich", sagte der BDI-Chef. Wenn die Maßnahmen nichts brächten, könnten sie zurückgenommen werden.

Auch Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt ist für eine Lockerung. Vor allem beim Kündigungsschutz für Neueingestellte und bei älteren Arbeitnehmern gebe es dringend Veränderungsbedarf, sagte Hundt im ARD-Morgenmagazin.


Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Nordkorea nennt sich selbst Atommacht

Neue Verfassung

Nordkorea nennt sich selbst Atommacht

Nordkorea bezeichnet sich in seiner neuen Verfassung selbst als Atommacht. mehr 

Altmaier sucht Konsens bei der Energiewende

Umweltminister präsentiert Arbeitsprogramm

Altmaier sucht Konsens bei der Energiewende

Der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier will bei der Umsetzung der Energiewende keinen ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Umweltminister präsentiert Arbeitsprogramm

Altmaier sucht Konsens bei der Energiewende

Förderungen im Zuge der Energiewende

Union will Millionenprogramm für Stromspeicher

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Kurios: Flugzeuge verhaken sich ineinander

Auf dem Chicagoer Flughafen sind sich zwei sehr ungleiche Flugzeuge ins Gehege gekommen. Eine Boeing 747 wollte sich auf den Weg machen, als ... mehr 

Umweltminister präsentiert Arbeitsprogramm

Altmaier sucht Konsens bei der Energiewende

Der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier will bei der Umsetzung der Energiewende keinen Streit mit Ländern, Wirtschaft oder Umweltverbänden. mehr

 

Förderungen im Zuge der Energiewende

Union will Millionenprogramm für Stromspeicher

 

Interview mit Wirtschaftsminister Philipp Rösler

"Union darf nichts mehr draufsatteln"

 

Rechts- und Linksextremismus

Schünemann für gemeinsames Abwehrzentrum

 

Machtkampf bei der Linken

Wagenknecht lässt Kipping den Vortritt

 
Top-Services