kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Merkel angespannt Eurokrise Panorama DAPD
  Foto: dapd, dapd
Kommentare ()

Merkel holt Regierungserklärung nach: Kurzfristige Euro-Debatte im Bundestag

zuletzt aktualisiert: 21.10.2011 - 12:21

Berlin (RPO). Trotz Absage der Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der Deutsche Bundestag am Freitag über die Erweiterung des Euro-Rettungsschirms EFSF diskutiert. Für Streit sorgte insbesondere die mögliche Einführung eines Hebelmechanismus, um die Effizienz des Schirms zu erhöhen. Die Opposition forderte mehr Mitsprache für das Parlament.

Nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Regierungserklärung abgesagt hatte, berieten die Mitglieder des Parlaments trotzdem über die Euro-Stabilisierung.  Foto: dapd, dapd
Nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Regierungserklärung abgesagt hatte, berieten die Mitglieder des Parlaments trotzdem über die Euro-Stabilisierung. Foto: dapd, dapd

Die abgesagte Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Euro-Krise vom Freitag soll nun voraussichtlich am kommenden Mittwoch stattfinden. Dieser Termin sei avisiert, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Er bestätigte zugleich, dass der zweite Teil des EU-Gipfels, "auf dem dann auch die Beschlüsse fallen", ebenfalls am Mittwoch stattfinden solle.

Aufgrund anhaltender Meinungsverschiedenheiten über die Ausgestaltung des Euro-Rettungsfonds EFSF hatten Merkel, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy am Donnerstag vereinbart, nach dem schon länger geplanten EU-Gipfel am Sonntag ein weiteres Treffen anzusetzen.

Erst auf diesem Gipfel am Mittwoch sollen dann die Entscheidungen über die Ausgestaltung des Euro-Rettungsschirms EFSF fallen. Während Sarkozy den EFSF mit einer Banklizenz ausstatten will, um dessen Wirksamkeit zu erhöhen, bevorzugt die Bundesregierung eine sogenannte Versicherungslösung.

Euro-Debatte im Bundestag

In einem kurzfristig eingebrachten Antrag forderten die Grünen, dass der Bundestag über alle Maßnahmen entscheiden müsse, mit denen die EFSF-Mittel über einen sogenannten Hebel genutzt werden sollen.

Zum Auftakt der etwa einstündigen Debatte verlangte Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin, ein solches Instrument müsse das Parlament "vor den Augen der Bürgerinnen und Bürger" beraten und dürfe "nicht hinter den verschlossenen Türen eines wichtigen Ausschusses" entschieden werden. Um die Einrichtung eines solchen Hebelmechanismus werde man indes nicht herumkommen.

Der haushaltspolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Norbert Barthle, wies die Forderung der Grünen zurück. Die Einführung eines Hebelmechanismus sei in den bislang vorliegenden Leitlinien zum Euro-Rettungsschirms gar nicht vorgesehen. Der EFSF solle lediglich in die Lage versetzt werden, Staatsanleihen am Sekundärmarkt aufkaufen zu können, sagte der CDU-Politiker am Freitag im Bundestag. Selbstverständlich könnten diese Staatsanleihen auch wieder verkauft werden.

Oppermann beklagt mangelnde Transparenz

Der haushaltspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Otto Fricke, lehnte das Ansinnen von SPD, Linke und Grünen ebenfalls ab. Er stellte klar, dass inhaltliche Entscheidungen über den erweiterten EFSF im Plenum getroffen würden, technische allerdings im Ausschuss. "Das Volumen, mit dem der deutsche Steuerzahler maximal haftet, wird durch die 'Guidelines' (Leitlinien) nicht erhöht", fügte er hinzu.

Bereits zuvor hatte Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) "für den deutschsprachigen Teil der Bevölkerung" darauf hingewiesen, dass es sich bei den Guidelines um Leitlinien handle. Diese Leitlinien sind die Arbeitsgrundlage für den erweiterten Euro-Rettungsschirm EFSF.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, warf der Bundesregierung mangelnde Transparenz vor. Ursprünglich sei man davon ausgegangen, dass die Leitlinien eine Art Geschäftsordnung seien.

Nun solle darin aber die geplante Einführung eines Hebelmechanismus geregelt werden und damit aus den geplanten Milliarden Billionen werden. Das könne aber nicht in einer Geschäftsführung geregelt werden. "Sie nähren doch mit diesem Verfahren den Verdacht, dass sie uns und der Öffentlichkeit etwas unterjubeln wollen", beklagte er.

Das Argument Frickes, das Risiko für den Steuerzahler bleibe gleich, wies der Linke-Politiker Roland Claus zurück. Es mache schließlich einen Unterschied, "ob ich das Geld solide anlege" oder "auf den spekulativen Märkten". Dies sei schon 2008 in den USA schief gegangen. Der schwarz-gelben Koalition warf er vor, "völlig verantwortungslose Politik" zu machen. Mit ihrer aktuellen Politik zeigten Union und FDP, dass bei ihnen "die Luft raus" sei.

Quelle: apd/AFP

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online

Computervirus

Iran meldet erfolgreiche Bekämpfung von "Flame"

Die iranische Regierung hat nach eigenen Angaben den Computervirus Flame erfolgreich bekämpft. Der iranische Minister für Kommunikation und ... mehr 

"Wir dürfen die Eltern nicht enttäuschen"

Schröder hält am Krippenausbau fest

"Wir dürfen die Eltern nicht enttäuschen"

Familienministerin Kristina Schröder hält unverdrossen daran fest: Ab August 2013 soll in Deutschland der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Schröder hält am Krippenausbau fest

"Wir dürfen die Eltern nicht enttäuschen"

Ministerin will auf Uni-Bewertung warten

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

Innenministerkonferenz

Jäger erwägt Verbot von Salafisten

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Italien: Frau lebend aus Trümmern gezogen

Das Beben in Norditalien war am Dienstagabend schon 12 Stunden her, da gab es eines dieser kleinen Wunder, auf die die Menschen in den ... mehr 

Schröder hält am Krippenausbau fest

"Wir dürfen die Eltern nicht enttäuschen"

Familienministerin Schröder hält daran fest: Ab August 2013 soll der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung gelten. Am Mittwoch legte sie ein Zehn-Punkte-Programm vor. Mit seiner Hilfe sollen doch noch 130.000 Betreuungsplätze entstehen. "Fast ... mehr

 

Ministerin will auf Uni-Bewertung warten

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 
 

Streitpunkt Vorratsdaten

EU-Kommission wird Deutschland verklagen

 

Merkel nur noch knapp vorn

Kraft stürmt die Beliebtheits-Charts

 

Ramsauers Vorschlag abgeblockt

Merkel erteilt Pkw-Maut klare Absage

Top-Services