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Oskar Lafontaine
  Foto: AP, AP
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Linkspartei zeigt sich empört: Lafontaine angeblich von Detektiven bespitzelt

zuletzt aktualisiert: 21.11.2009 - 13:34

Berlin (RPO). Die Linkspartei hat sich über die angebliche Bespitzelung ihres Vorsitzenden Oskar Lafontaine durch Privatdetektive empört. Sollte ein entsprechender Bericht zutreffen, würde dies "ein bezeichnendes Licht auf diese Gesellschaft werfen", sagte Fraktionssprecher Hendrik Thalheim in Berlin.

Nach einem Bericht des Münchner Magazins "Focus" wurde Lafontaine vor zwei Jahren Opfer eines umfangreichen Späh-Angriffs. Lafontaine hatte sich am Donnerstag einer Krebsoperation unterzogen, die er gut überstanden hat.

In die großangelegte Bespitzelung Ende 2007 seien insgesamt vier Detekteien eingebunden gewesen, und zwar über einen Zeitraum von mehreren Wochen, berichtete "Focus". Mehrere Observationsteams hätten zunächst beobachtet, wie der Parteivorsitzende mit seinem Ko-Fraktionschef im Bundestag, Gregor Gysi, in einem Berliner Restaurant zusammengesessen habe.

Von dort habe sich Lafontaine zu seiner Wohnung im Stadtteil Köpenick bringen lassen, wo kurz darauf auch die damalige EU-Abgeordnete Sahra Wagenknecht eingetroffen sei. Einige Detektive hätten das Taxi Wagenknechts verfolgt, andere seien vor Lafontaines Wohnung gewesen. Wer hinter der Aktion steckte, ist laut "Focus" nicht bekannt.

Zu Lafontaines Gesundheitszustand erklärte Thalheim, Lafontaine habe die Operation am Donnerstag gut überstanden. "Der Eingriff verlief erfolgreich." Dem Parteichef gehe es den Umständen entsprechend gut. Der Heilungs- und Genesungsprozess entspreche den Erwartungen der behandelnden Ärzte. Berichten zufolge hat Lafontaine Prostatakrebs.

Quelle: AFP/tim

 
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