Bundestagswahlkampf: Lafontaine fordert 500 Euro Hartz IV
zuletzt aktualisiert: 19.03.2009 - 07:10Berlin (RPO). Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine hat angekündigt, dass seine Partei im Bundestagswahlkampf für eine Erhöhung des Hartz-IV-Satzes auf 500 Euro und für einen allgemeinen Mindeststundenlohn von zehn Euro eintreten werde.
"Zehn Euro fordern wir in unserem Bundestags-Wahlprogramm", sagte Lafontaine der "tageszeitung". Er verwies darauf, dass der Mindestlohn in Frankreich bei 8,71 Euro liege und demnächst erhöht werden solle. "Da sind doch zehn Euro im Wahlprogramm nicht maximalistisch", sagte Lafontaine.
Wenn der Parteitag im Juni die von Lafontaine vertretenen Forderungen beschließen sollte, würde die Linkspartei im Wahlkampf deutlich höhere Forderungen stellen als bisher. Bislang war die Linkspartei für einen Mindestlohn von 8,71 Euro in Deutschland und für eine Erhöhung des Hartz-IV-Satzes auf 435 Euro eingetreten.
Lafontaine erklärte, dass die neuen Forderungen mit den Konzepten seiner Partei finanzierbar wären. "Wir sind die einzige Partei, die mit realistischen Zahlen arbeitet", sagte der Linken-Chef. "Wir wollen eine Vermögenssteuer, eine höhere Erbschaftssteuer und den Spitzensteuersatz für höhere Einkommen anheben."
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