Nach Rücktritt der KfW-Chefin: Lafontaine fordert: Steinbrück muss weg
zuletzt aktualisiert: 08.04.2008 - 17:25Berlin (RPO). Oscar Lafontaine, Fraktionschef der Linken, hat Bundesfinanzminister Peer Steinbrück den Rücktritt nahegelegt. Hintergrund ist der Rücktritt der Vorstandssprecherin der staatlichen KfW-Bankengruppe Ingrid Matthäus-Maier.
Lafontaine verwies darauf, dass der Bundesfinanzminister im Aufsichtsrat der IKB sitze und dort von einem Abteilugungsleiter vertreten werde.
Es stelle sich daher "die Frage, wann der Bundesfinanzminister Konsequenzen zieht", unterstrich Lafontaine. Der Links-Fraktionschef, der 1998/1999 selbst Bundesfinanzminister war, argumentierte, er selbst habe sich früher nicht erlauben können, sich "hinter irgendwelche Abteilungsleiter zu verstecken". "Wenn hier die Chefin der KfW Konsequenzen gezogen hat - wieso zieht der Bundesfinanzminister keine Konsequenzen", fügte Lafontaine hinzu.
Die KfW ist Hauptaktionär der IKB, die durch Geschäfte am kriselnden US-Markt für bonitätsschwache Immobilienkredite (Subprime) in eine Schieflage geraten war und mit mehreren Milliardenbeträgen gerettet werden musste.
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