Chef der Linkspartei: Lafontaine vergleicht sich mit Willy Brandt
zuletzt aktualisiert: 23.08.2008 - 12:43Hamburg (RPO). Der Parteichef der Linken, Oskar Lafontaine, stellt seine Partei in die Tradition Willy Brandts. "Wir vertreten im Gegensatz zur SPD die Friedenspolitik Willy Brandts", sagte der ehemalige SPD-Vorsitzende in einem Interview.
Auch mit Altkanzler Helmut Schmidt gebe es Gemeinsamkeiten, so Lafontaine im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". "Helmut Schmidt sagt, Deutschland habe in Afghanistan nichts verloren. Das ist unsere Position." Schmidt sei mit seinen Positionen inzwischen "auf dem linken Flügel der SPD angesiedelt".
Lafontaine warf seiner ehemaligen Partei vor, sie habe "ihre Identität verloren" und sei "schon lange nicht mehr sozialdemokratisch". Notwendig sei ein Kurswechsel: "Die SPD kann sich nur durch eine Neuorientierung ihrer Politik retten."
Die Partei müsse sich vom Kurs der "Agenda 2010" des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) sowie den Militärinterventionen verabschieden. Solange sie bei diesen Positionen bleibe, "ist sie für uns kein Koalitionspartner".
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