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Vor 20 Jahren erste freie Wahl: Lammert würdigt letzte Volkskammer der DDR

zuletzt aktualisiert: 18.03.2010 - 13:33

Berlin (RPO). In einer Feierstunde hat der Bundestag gemeinsam mit zahlreichen Gästen die erste freie Volkskammerwahl vor 20 Jahren gewürdigt. Das letzte Parlament der DDR verabschiedete in nur sechs Monaten alle Gesetze, die zur deutschen Einheit führten.

Zu der Feierstunde waren auch zahlreiche ehemalige Volkskammerabgeordnete gekommen.  Foto: ddp, ddp
Zu der Feierstunde waren auch zahlreiche ehemalige Volkskammerabgeordnete gekommen. Foto: ddp, ddp

Bundestagspräsident Norbert Lammert sagte am Donnerstag, die Volkskammer sei zu einer echten Kammer des Volkes und zur "politischen Herzkammer" der neu gewonnenen Demokratie geworden. Der CDU-Politiker würdigte die Protestbewegung der DDR-Bürger. Das mutige Engagement dieser Minderheit habe es am Ende der Mehrheit ermöglicht, ihre eigene Stimme zu finden.

Lammert dankte den 409 Abgeordneten der letzten Volkskammer. Ohne deren Wirken würde heute weder der Bundestag in Berlin tagen noch könnte dieser das ganze deutsche Volk vertreten.

An der Feierstunde nahmen zahlreiche ehemalige Volkskammer-Abgeordnete teil. Namentlich begrüßte Lammert die damalige Präsidentin Sabine Bergmann-Pohl. Auch viele Vertreter der Bürgerbewegung in der DDR und der letzten Regierung kamen, ebenso Mitglieder der damaligen Bundesregierung. Auch der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker war unter den Gästen im Reichstag.

Lammert nutzte seine Rede zur neuerlichen Kritik an den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten. Unter dem spontanen Applaus der Abgeordneten und Gästen sagte er, er hätte es sich gewünscht, dass die Fernsehanstalten ihr alltäglichen Vormittagsprogramm unterbrochen und die Veranstaltung einem breiten Publikum gezeigt hätten. "Soviel zu einem Thema, das wir bei anderer Gelegenheit offenkundig weiter vertiefen müssen", sagte der Parlamentspräsident.

Quelle: apd/KNA/das

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