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CDU-Politikerin: Lengsfeld tauscht Dekolletee gegen Hund

zuletzt aktualisiert: 13.09.2009 - 08:18

Düsseldorf (RPO). Die Berliner CDU-Politkerin Vera Lengsfeld, bundesweit bekannt durch den Einsatz ihres Dekolletees zu Wahlkampfzwecken, hat die Strategie gewechselt: Statt auf Busen zu setzen gibt sich die 57-Jährige nun zugeknöpft. Sie hofft stattdessen auf den Hunde-Bonus in einem schier aussichtslosem Wahlkampf.

Kinder und Tiere gehen immer, sagt man – und natürlich Sex. Mit letzterem hatte es Vera Lengsfeld schon versucht und zeigte mit "Busenfreundin" Angela Merkel viel Brust – sehr zum Unmut der CDU-Zentrale, mit der das Plakat nicht abgesprochen war.

Auf dem neuesten Plakat gibt sie sich nun demonstrativ zugeknöpft und setzt statt auf Brüste auf den Hunde-Faktor. Der Slogan über dem Plakat, auf dem sie mit ihrer Hündin Amy posiert: "Politik ohne Maulkorb". Was der Hund allerdings mit "Freiheit, Eigenverantwortung und Respekt" zu tun hat – drei Schlagwörter, mit denen die CDU-Kandidatin auf dem Plakat außerdem wirbt – bleibt offen.

Die neueste Plakat-Aktion wirkt so auch eher verzweifelt, was man der CDU-Frau angesichts des schweren Stands ihrer Partei in dem Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg aber kaum ankreiden kann: Immerhin erreichen die Konservativen in dem traditionell links-alternativem Viertel meist nur Ergebnis im gerade noch zweistelligen Bereich. Der Grüne Christian Ströbele wird hier seit 2002 schon fast traditionsgemäß per Direktmandat in den Bundestag gewählt.

Ob der Hund beim links-alternativen Milieu besser ankommt als die Brüste? Lengsfeld vergleicht sich schon mit dem grünen Platzhirsch: "Ströbele hat sein Fahrrad, ich habe meinen Hund", sagte sie zur Vorstellung der Plakate laut Berliner "Tagesspiegel".

Vera Lengsfeld ist nicht die einzige aus der Union, die derzeit mit einem Hund um Wahlkampf für Wirbel sorgt. Auch der CSU-Politiker Helmut Koschyk wirbt in einem Wahlkampf-Spot mit seiner Hündin Nora. Dieser Spot ist allerdings noch eine ganze Ecke seltsamer als das neueste Lengsfeld-Plakat.

Das skandalträchtige "Busen-Plakat" der 57-Jährigen ehemaligen DDR-Bürgerrechtlerin ist unterdessen aus dem Stadtbild fast verschwunden. Die Plakate sind durch die große Medienaufmerksamkeit zu begehrten Sammlerobjekten geworden und wurden meist geklaut, kaum dass sie aufgehängt waren. Erst am Donnerstag hat ein Plakat auf Ebay den stolzen Preis von 253 Euro erzielt, berichtet die Politikerin stolz in ihrem Blog.

Konkurrent und Favorit Ströbele setzt in dem Bezirk übrigens auf ein Plakat des Comiczeichners Gerhard Seyfried. Es zeigt ihn kämpferisch an der Spitze einer Demonstration zur "Entwaffnung" der Finanzmärkte. Karl Marx sitzt dabei auf einer Wolke und schaut zu. In diesem Stadtteil gehen die Uhren eben etwas anders als im Rest der Republik.

Quelle: sdr/pst

 
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