Hartz IV: Linke fordert kostenlose Verhütungsmittel
zuletzt aktualisiert: 04.02.2008 - 13:44Berlin (RPO). Die Linkspartei fordert einen kostenlosen Zugang zu Verhütungsmitteln für Hartz-IV-Empfänger. Nach Einschätzung der stellvertretenden Parteichefin Katja Kipping sollen aktuelle Untersuchungen zeigen, dass der Hartz-IV-Regelsatz nicht ausreiche, um Verhütungsmittel zu bezahlen.
Hartz-IV-Empfänger stünden monatlich lediglich 13,17 Euro für Arztbesuche und Medikamente zur Verfügung, erklärte Kipping am Montag in Berlin. Dies reiche nicht aus, um Verhütungsmittel zu bezahlen. Ungewollte Schwangerschaften bei Frauen mit geringem Einkommen nähmen zu. „Das Liebesleben steht unter dem Zeichen von Armut“, kritisierte die stellvertretende Parteichefin.
Der Verein Frauenwürde e.V. in Köln hatte Anfang des Jahres ebenfalls eine Übernahme der Kosten für Verhütungsmittel gefordert.
Nach Kippings Einschätzung sei unter diesen finanziellen Bedingungen selbst Familienplanung nicht möglich. Daher forderte die Politikerin, dass für Menschen mit geringem Einkommen Verhütungsmittel kostenlos zur Verfügung gestellt werden müssten.
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