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Ausbleibendes TV-Duell in Sachsen: Linke-Politiker Hahn nennt Tillich "feige"

zuletzt aktualisiert: 25.08.2009 - 12:22

Dresden (RPO). Vor der Landtagswahl in Sachsen am Sonntag hat Linke-Spitzenkandidat André Hahn Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) als "ganz offensichtlich feige" bezeichnet. "Sonst würde er sich ja einer öffentlichen Auseinandersetzung um die besten Konzepte für Sachsen stellen", sagte Hahn am Dienstag in Dresden unter Verweis auf das bislang nicht vorgesehene TV-Duell zwischen beiden Politikern im MDR-Fernsehen. Tillich sei "auf der Flucht" vor ihm.

André Hahn, Ministerpräsidentenkandidat der Partei Die Linke in Sachsen.  Foto: AP, AP
André Hahn, Ministerpräsidentenkandidat der Partei Die Linke in Sachsen. Foto: AP, AP

Am Montagabend war ein Streitgespräch zwischen dem Thüringer Regierungschef Dieter Althaus (CDU) und seinen beiden Herausforderern von SPD und Linke ausgestrahlt worden. Das MDR-Landesfunkhaus Sachsen hatte Hahns Kritik bereits in der vergangenen Woche zurückgewiesen. Direktorin Ulrike Wolf hatte dabei gesagt, dass dem Linken-Fraktionschef die redaktionelle Konzeption für die Wahlkampfberichterstattung "seit langem bekannt" sei und er ausreichend Gelegenheit habe, die politischen Positionen seiner Partei darzustellen.

Hahn verwies indes darauf, dass auch vor der Brandenburg-Landtagswahl ein TV-Streitgespräch geplant sei. Es sei auch in allen anderen Ländern Usus, dass die Ministerpräsidenten-Kandidaten miteinander ein Gespräch führen und den Bürgern im Land zusammenhängend ihre Positionen vortragen könnten. Entsprechende Sendungen habe es vor vorangegangen Wahlen auch in Sachsen gegeben.

Hahn zufolge ist das MDR-Konzept zur Wahlberichterstattung "x-mal umgestellt worden, weil die Staatskanzlei sich geweigert hat". Das Fernsehen des MDR sei zumindest in Sachsen "ein Regierungsfernsehen". Es gebe keine Möglichkeit für die Linke, ihre wichtigen Themen darzustellen.

Die Linke ist mit deutlichem Abstand zweitstärkste politische Kraft in Sachsen. Sie bekam bei der Wahl 2004 23,6 Prozent, die CDU 41,1 Prozent. Die drittplatzierte SPD landete bei 9,8 Prozent.

Quelle: DDP/asl

 
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