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Volksverhetzung: Mahler zu zehn Monaten Haft verurteilt

zuletzt aktualisiert: 28.04.2008 - 20:22

Erding (RPO). Horst Mahler muss wegen Volksverhetzung zehn Monate in Haft. Der Rechtsextremist wurde am Montag zudem wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Beleidigung verurteilt. Mahler kündigte an, in Berufung zu gehen.

Mahler hatte im November 2007 in einem Interview mit dem früheren Vizevorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Michel Friedman, die systematische Tötung von Juden im Konzentrationslager Auschwitz geleugnet. Außerdem begrüßte Mahler seinen Gesprächspartner mit den Worten "Heil Hitler".

Die Vorsitzende Richterin Astrid von Boennighausen-Budberg sagte in der Urteilsverkündung, mildernde Umstände für Mahler habe es nicht gegeben. Die Aussetzung der Strafe zur Bewährung sei nicht in Betracht gekommen. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer elf Monate Haft für Mahler gefordert. Der Angeklagte hatte sich während des Prozesses selbst verteidigt.

Mahler ist einer der prominentesten Vertreter der rechten Szene in Deutschland. Er wurde bereits mehrfach wegen seiner Äußerungen verurteilt. 2007 verbüßte er eine Haftstrafe wegen Volksverhetzung. Vor seiner Hinwendung zum Rechtsextremismus wurde Mahler als Mitgründer der linksextremistischen Rote Armee Fraktion (RAF) bekannt.

Quelle: afp

 
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