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UN-Mission
Berlin prüft Bundeswehr-Einsatz in Malis gefährlichem Norden

Mali: Bundeswehr könnte im Norden eingesetzt werden
Bundeswehrsoldaten bilden Pioniere der Armee Malis aus. FOTO: DPA
Berlin . Die Bundesregierung prüft eine Ausweitung des Einsatzes der Bundeswehr im westafrikanischen Mali. Medienberichten zufolge geht es um eine Mission im gefährlichen Norden des Landes. 

Deutschland habe "ein besonderes sicherheitspolitisches Interesse an der weiteren Stabilisierung Malis", teilte das Verteidigungsministerium am Donnerstag mit. Gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt und "in Zusammenarbeit mit unseren niederländischen Partnern" werde daher "eine mögliche weitergehende Unterstützung" der UN-Mission geprüft. Ein Erkundungsteam sei aus Mali zurück, nun werde ein Bericht erarbeitet. Entscheidungen seien noch nicht gefallen.

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete unter Berufung auf interne Papiere, die Bundeswehr könnte ab dem kommenden Jahr die niederländischen Streitkräfte im gefährlichen Norden des Landes unterstützen. Unter anderem werde in der Bundesregierung über Objektschützer und eine Aufklärungskompanie mit Drohnen nachgedacht.

Die UN-Mission Minusma ist mit einem sogenannten robusten Mandat ausgestattet, das zur Umsetzung der Missionsziele auch den Einsatz militärischer Mittel erlaubt. Minusma wurde im Jahr 2013 entsandt, um das Vorrücken von Islamisten und Rebellen vom Norden in den Süden Malis zu stoppen und die geschwächten Regierungstruppen zu stützen. Der Einsatz gilt als eine der gefährlichsten UN-Missionen.

Deutschland beteiligt sich an Minusma derzeit unterstützend mit lediglich neun Soldaten. Etwa 200 weitere deutsche Soldaten sind an der EU-Mission EUTM Mali beteiligt, die sich um die Ausbildung der malischen Streitkräfte kümmert. EUTM Mali ist im vergleichsweise ruhigen Süden stationiert, Minusma ist auch im unruhigen Norden aktiv. Die Niederlande stellen hier etwa 600 Soldaten.

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete unter Berufung auf die internen Papiere, zusätzliche deutsche Minusma-Soldaten müssten "zu einer weitgehend eigenständigen und robusten Operationsführung" in der Lage sein. Sie würden "überwiegend in Gebieten mit erheblicher oder hoher Bedrohungslage" eingesetzt, hieß es dem Blatt zufolge in Militärkreisen.

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(AFP)
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