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"Menschen stärken Menschen"
Flüchtlingspaten sollen bei Integration helfen

Manuela Schwesig: Flüchtlingspaten sollen bei Integration helfen
"Integration ist mehr als der Gang zum Sprachkurs oder Arbeitsamt", sagt Manuela Schwesig. FOTO: dpa, car tba
Berlin. Die Bundesregierung will Flüchtlingen mit einem Patenschaftsprogramm bei der Integration helfen. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig startete am Dienstag in Berlin das Projekt "Menschen stärken Menschen".

Künftig sollen darüber neben den Patenschaften auch Gastfamilien und Vormünder für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gewonnen werden. Das Ministerium stellte dafür zehn Millionen Euro bereit.

"Integration ist mehr als der Gang zum Sprachkurs oder Arbeitsamt", erläuterte Manuela Schwesig (SPD). Von der persönlichen Begegnung profitierten nicht nur die geflüchteten Menschen, sondern auch die Paten. Geplant sind demnach 25.000 neue Patenschaften in diesem Jahr.

"Unser Alltag besteht aus Freunden, Bekannten, nicht nur aus Institutionen wie der Kita, der Schule oder dem Arbeitsplatz. Dieses Miteinander kann der Staat nicht leisten", so die Politikerin.

Ziel des Programms ist es laut Familienministerium, die oft spontane Hilfsbereitschaft "in ein möglichst dauerhaftes Engagement zu übertragen". Träger der Patenschaften sollen Wohlfahrtsverbände, Stiftungen, Migrantenorganisationen und Freiwilligenagenturen sein. An sie soll auch das Fördergeld fließen. Schwesig erklärte, sie sehe, dass viele freiwillige Helfer an die Grenze ihrer Belastbarkeit stießen. "Wir wollen diesen Engagierten mit dem Programm gute Rahmenbedingungen zur Seite stellen."

(gol/KNA)
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