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Gesetz für Lohngerechtigkeit
Ministerin Schwesig setzt bei Gesetz für gleichen Lohn auf Merkel

Fotos: Manuela Schwesig – SPD-Frau und Familienministerin
Fotos: Manuela Schwesig – SPD-Frau und Familienministerin FOTO: dpa, fga kde
Berlin. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) setzt bei ihrem geplanten Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen auf die Unterstützung von Angela Merkel.

Sie gehe davon aus, die Kanzlerin auf ihrer Seite zu haben, sagte Schwesig am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Noch dieses Jahr solle das Gesetz auf den Weg gebracht werden. "In dieser Legislatur muss es kommen."

Bislang liegt der durchschnittliche Stundenlohn von Frauen fast fünf Euro unter dem der Männer. Ein Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften und Verbänden will am Freitag in Berlin gegen die Lohnungleichheit demonstrieren. Auch Schwesig wird zu der Kundgebung erwartet.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit sei zwar bereits gesetzlich vorgeschrieben, in der Praxis gebe es aber Lohnunterschiede von Frauen und Männern von 22 Prozent, sagte die SPD-Politikerin im rbb-Inforadio. Die Politik habe zu lange zugeschaut, jetzt müsse gehandelt werden, fügte sie anlässlich des Equal Pay Day am Freitag hinzu, an dem weltweit auf unterschiedliche Bezahlung von Frauen und Männern hingewiesen wird. Am Nachmittag ist zu dem Thema eine Bundestagsdebatte geplant.

(dpa)
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