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Bundesfamilienministerin
Schwesig will Radikalisierung islamischer Jugendlicher stoppen

Berlin. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) will die Radikalisierung islamischer Jugendlicher stärker als bisher bekämpfen. Dazu stocke sie ihren Haushalt um zusätzlich zehn Millionen Euro auf, sagte die Ministerin am Mittwoch.

"Wir brauchen neben der Polizeiarbeit auch präventive Angebote, damit keine Ghettos entstehen und sich die Jugendlichen gar nicht erst radikalisieren und in die Hände des IS gelangen,"

Mit den zusätzlichen Mitteln werde das Bundesprogramm "Demokratie lebt!" auf insgesamt 50,5 Millionen Euro angehoben, erklärte Schwesig. Ausgrenzung und Minderwertigkeitsgefühle führten meist dazu, dass junge Menschen in die Falle des IS tappen. Die Beratung müsse dorthin, wo die Jugendlichen seien. Nur so werde Integration gelingen.

Als Beispiel für eines der zurzeit 24 Modellprojekte im Bereich "Radikalisierungsprävention Islamismus" nannte das Ministerium 300.000 Euro für die Einrichtung einer Anti-Salafismus-Koordinierungsstelle. "Nur mit einer erfolgreichen Präventionsarbeit schaffen wir die Voraussetzungen für mehr Sicherheit und den Schutz unserer grundgesetzlich verankerten Freiheiten", betonte die Ministerin.

(KNA)
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