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Besuch in Paris
SPD-Kanzlerkandidat Schulz kritisiert Merkels Europapolitik

Martin Schulz kritisiert Angela Merkels Europapolitik beim Paris-Besuch
FOTO: dpa, nie vge bwe
Paris. Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat bei einem Besuch in Paris seine Kritik an der Europapolitik der Kanzlerin Angela Merkel (CDU) unterstrichen. Er forderte deutlich mehr Tempo bei der Reform der Euro-Zone. 

"Wir könnten heute schon viel weiter sein", sagte der SPD-Chef mit Blick auf eine Weiterentwicklung der Europäischen Währungsunion vor Studenten der Hochschule Sciences Po in Paris. Das Fundament für eine gestärkte Wirtschafts- und Währungsunion müsse spätestens 2019 und damit parallel zum Ende der Brexit-Verhandlungen stehen. "Der Prozess wurde gebremst, besonders von der Zurückhaltung der Bundesregierung in Deutschland und insbesondere von Finanzminister (Wolfgang) Schäuble, unterstützt von Kanzlerin Merkel."

Schulz forderte zudem, Europa müsse einem Protektionismus im Stil von US-Präsident Donald Trump ein freies und faires Europa entgegenstellen.

Treffen mit Macron

In Paris stand am Abend ein Treffen Schulz' mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron im Elysee-Palast auf dem Programm.

Kanzlerin Angela Merkel hatte in der vergangenen Woche in Paris noch für dieses Jahr erste Schritte zur Reform der Euro-Zone angekündigt. Allerdings brauche Deutschland für größere Schritte ein Mandat des neuen Parlaments nach der Bundestagswahl am 24. September.

(beaw/dpa/rtr)
 
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