| 11.07 Uhr

Anstieg um 40 Prozent
Mehr als 2300 Schleuser seit Jahresbeginn festgenommen

Österreich: Lkw mit toten Flüchtlingen entdeckt
Österreich: Lkw mit toten Flüchtlingen entdeckt FOTO: dpa
Berlin. Seit Jahresanfang sind in Deutschland einem Medienbericht zufolge bereits mehr als 2300 Schleuser festgenommen worden. Bis zum 8. September seien 2336 Schleuser und damit 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum festgenommen worden.

Das berichtete die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf das Bundesinnenministerium. Die meisten Festgenommenen kamen demnach aus Ungarn (256), Rumänien (207), Syrien (184), Bulgarien (116) und Serbien (113).

Angesichts der deutlich gestiegenen Zahl forderte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), alles zu tun, um gegen die organisierte Schleuser-Kriminalität vorzugehen. Der Minister sagte der "Bild am Sonntag": "Spätestens nach dem schrecklichen Erstickungstod der Menschen in dem Kühllaster in Österreich muss jedem klar sein, dass die Schleuser auf menschenverachtende Weise Profit über menschliches Leben stellen." Es müsse alles getan werden, "um vor allem auch die Drahtzieher zur Verantwortung zu ziehen und deren übelste Machenschaften unterbinden."

Auch CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer hob hervor: "Wer Menschen in Transporter einschweißt, muss die ganze Härte des Gesetzes spüren." Er betonte: "Das sind mehrfache Mörder!" Der Bundespolizei in Freyung in Bayern zufolge werden derzeit immer noch täglich zwischen fünf und zehn Schleuser von Flüchtlingen festgenommen.

Von Albanien bis zum Südsudan: Ursachen der großen Flucht FOTO: ALESSANDRO BIANCHI
(AFP)
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