Zeitungsbericht: Mehrere Länder wollen Turbo für Mittlere Reife
zuletzt aktualisiert: 05.08.2005 - 07:18Berlin (rpo). Mittlere Reife nach nur neun Jahren: Das wollen mehrere Bundesländer für Gymnasiasten möglich machen. Baden-Württemberg und Niedersachen unterstützen eine entsprechende Initiative der hessischen Kultusministerin Karin Wolff (CDU). In den neuen Bundesländern stoßen die Pläne allerdings auf Widerstand.
"Wir streben eine bundesweit einheitliche Lösung an", sagte Staatssekretär im hessischen Kultusministerium, Joachim Jacobi (CDU). Nach den Vorstellungen Hessens sollen die Schüler künftig für den mittleren Abschluss ein Zertifikat erwerben, das sich an den für diesen Bildungsabschluss geltenden Standards orientiert. Angedacht sei eine zentrale Abschlussprüfung.
Inzwischen habe der Schulausschuss der KMK seine Beratungen zu diesem Thema aufgenommen. Einem internen KMK-Diskussionspapier zufolge lehnen jedoch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die Pläne ab, schreibt die Zeitung.
Und auch Mecklenburg-Vorpommern - das bestätigte das Kultusministerium in Schwerin dem Blatt - schließe die Verkürzung der Mittleren Reife für die eigenen Schüler aus.
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