kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Panorama Angela Merkel
  Foto: dapd, APN
Kommentare ()

Kanzlerin will gründliche Aufklärung: Merkel fordert Wahrheit im Missbrauch-Skandal

zuletzt aktualisiert: 17.03.2010 - 12:35

Frankfurt/Main (RPO). Kanzlerin Angela Merkel hat sich in die Debatte über immer neue Missbrauchsfälle eingeschaltet und eine gründliche Aufklärung der Vorwürfe gefordert. Der Missbrauch von Kindern und Schutzbefohlenen sei ein "verabscheuungswürdiges Verbrechen" sagte die CDU-Vorsitzende am Mittwoch im Bundestag. Die katholische Kirche kündigte unterdessen an, dass sich der Papst in dieser Woche an die Opfer wenden werde.

Merkel äußerte sich in der Generaldebatte des Bundestages erstmals öffentlich zu den Vorgängen, die vor allem katholische Einrichtungen betreffen. Notwendig sei "Klarheit und Wahrheit über alles, was passiert ist", sagte die Regierungschefin. Mit Blick auf massive Vorwürfe gegen Verantwortliche der katholischen Kirche sagte die Kanzlerin, die Diskussion sollte nicht auf eine Gruppe verengt werden.

Merkel fügte hinzu, sie sei froh, dass ihre Ministerinnen für Justiz, Bildung und Familie anders als zunächst geplant nicht zwei getrennte, sondern einen gemeinsamen Runden Tisch zum Thema Missbrauch einrichten wollen. Dieses Gesprächsforum könne sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft blicken und etwa Fragen der Verjährungsfristen und der möglicher Entschädigungsfragen in den Blick nehmen.

Das erlittene Unrecht begleite die Betroffenen oft ein Leben lang, sagte Merkel. Völlige Wiedergutmachung könne es daher nicht geben. Doch müssten die Opfer das Gefühl haben, in der Gesellschaft gehört zu werden.

Runder Tisch soll im April starten

Zuvor hatte schon Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger gesagt, sie halte es für eine gute Idee, die gesamte Aufarbeitung der Missbrauchsfälle zu bündeln. "Wir sind derzeit innerhalb der Bundesregierung im Gespräch, um möglichst schnell, vielleicht bereits am 23. April, mit einem breit aufgestellten Gremium starten zu können", wird die FDP-Politikerin von der "Neuen Osnabrücker Zeitung" zitiert.

Darin könnten Prävention, Aufklärung, Opferentschädigung und rechtspolitische Konsequenzen beraten werden. Bislang waren zwei getrennten Runde Tische geplant - einer der Familien- und Bildungsministerinnen Kristina Schröder und Annette Schavan (beide CDU) und einer der Justizministerin.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) forderte die katholische Kirche auf, die Ermittlungen nicht auf eigene Faust durchzuführen, sondern Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichten zu überlassen. Der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg erklärte, dort gebe es eine große Fachkenntnis. "Bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch Priester oder kirchliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen muss unverzüglich Anzeige bei der Polizei erstattet werden."

Vor "Entschuldigungsfuror" gewarnt

Auch die Deutsche Bischofskonferenz geht nach eigenen Angaben davon aus, dass sich Papst Benedikt XVI. in dieser Woche zu dem Missbrauchsskandal in Europa äußert. "Es ist alles schon einmal gesagt, aber es ist bestimmt auch vernünftig und gut, wenn es eine persönliche Zuwendung des Papstes an die Opfer gibt. Damit ist diese Woche zu rechnen", sagte Prälat Karl Jüsten in der ARD. Der Papst habe sich bereits mehrfach entschuldigt. "Wir müssen natürlich jetzt aufpassen, dass es nicht eine Art Entschuldigungsfuror gibt."

Quelle: apd/top

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Gesetzentwurf erntet Kritik von allen Seiten

Betreuungsgeld

Gesetzentwurf erntet Kritik von allen Seiten

FDP-Generalsekretär Patrick Döring schließt weitere Ausgaben für die Familienpolitik nach der Einführung des umstrittenen Betreuungsgeldes a ... mehr 

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

Bildungsministerin unter Druck

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

Der Gründer der Internet-Plattform VroniPlag erhebt schwere Vorwürfe gegen Bundesbildungsministerin Annette Schavan und fordert ihren Rückt ... mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Betreuungsgeld

Gesetzentwurf erntet Kritik von allen Seiten

Innerhalb der schwarz-gelben Koalition ist die Mehrheit für den Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld nicht sicher. Die Unionsfrauen haben bereits angekündigt, dass sie dem Gesetzentwurf in dieser Form nicht zustimmen werden. Sie fordern eine ... mehr

 

Bildungsministerin unter Druck

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

 

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

 

Drohender Verzug bei Bergung der Abfälle

Altmaier besucht Atommülllager Asse

 
Top-Services