kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Kommentar zur Ehrung des Karikaturisten: Merkel setzt ein Freiheits-Zeichen

VON SVEN GÖSMANN - zuletzt aktualisiert: 09.09.2010 - 07:27

Düsseldorf (RPO). Der dänische Mohammed-Karikaturist Kurt Westergaard ist mit dem M100-Medienpreis ausgezeichnet worden.  Als Hauptrednerin bei dem Festakt sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das war ein mutiges Zeichen. 

Das zeitliche Zusammentreffen mit der Sarrazin-Debatte ist ein ironischer Zufall. Dennoch ist die Anwesenheit von Angela Merkel bei der Verleihung des Potsdamer Medienpreises an den dänischen Zeichner der Mohammed-Karikaturen, Kurt Westergaard, ein außergewöhnlich mutiges Signal.

Als erste unter den international wichtigen Politikern schickt Merkel ein Foto mit Westergaard um die Welt. Merkel setzt sich mit ihrem Potsdamer Auftritt über alle Bedenken in ihrer Administration hinweg, die vor einer unnötigen Provokation der islamischen Welt warnten.

Merkel, in Unfreiheit aufgewachsen, sieht ihr Eintreten für Westergaard als ein Zeichen der Freiheit: Bewusst zeigt sie ihr Gesicht im Kampf gegen einen militanten Islam, der die freiheitliche Idee aus der Welt bomben und morden will.

Auf Westergaards Kopf setzten die Islamisten eine Prämie von elf Millionen Dollar aus. Im Frühjahr drang ein mit einer Axt bewaffneter Islamist in sein Haus ein, nur die Flucht in sein zum Panikraum umgebautes Badezimmer rettete den Zeichner.

Man darf Westergaards Karikaturen so geschmacklos wie viele religionskritische Satiren finden, seinen Verstoß gegen das Bilderverbot Mohammeds unnötig. Doch in freiheitlichen Gesellschaften muss dies möglich bleiben. Auseinandersetzungen darüber müssen im öffentlichen Raum und vor Gerichten ausgetragen werden, nicht per Fatwa.

Info

Westergaard hatte eine der zwölf Karikaturen des Propheten Mohammed gezeichnet, die am 30. September 2005 unter der Überschrift "Das Gesicht Mohammeds" in der dänischen Tageszeitung "Jyllands-Posten" erschienen. Die Darstellungen löste einen internationalen Streit um Meinungsfreiheit und gewalttätige Demonstrationen von Muslimen in der ganzen Welt aus, die sich von den Abbildungen beleidigt fühlten. Muslimen sind bildliche Darstellungen Mohammeds verboten.


 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online

Wahlen in Ägypten

Kandidat fordert neue Auszählung

Nach der ersten Runde der ägyptischen Präsidentschaftswahl hat ein Kandidat eine teilweise Nachzählung der Stimmen gefordert. mehr 

Scheichs rüsten Syriens Rebellen auf

Assads Macht gerät ins Wanken

Scheichs rüsten Syriens Rebellen auf

Die bewaffnete syrische Opposition wird mit Geld und Waffen aus den reichen Golf-Staaten und Hilfe der USA immer stärker. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Assads Macht gerät ins Wanken

Scheichs rüsten Syriens Rebellen auf

Fast 100 Tote in Syrien

UN-Beobachter bestätigen Blutbad

Die IWF-Chefin zeigt sich hart

Lagarde hat kein Mitlied mit den Griechen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Gefangen im Monster-Stau von Peking

In Chinas Hauptstadt gibt es nicht nur viele Menschen, sondern auch ziemlich viele Autos. Kein Wunder also, dass es dort immer wieder zu ... mehr 

Nikolaus-Schneider-Ratsvorsitzender-des-EKD_1_53012.jpg

Pfingstsonntag

Die Nordkirche gründet sich

Sonntag wird im holsteinischen Städtchen Ratzeburg aus den drei alten Landeskirchen Nordelbien, Mecklenburg und Pommern eine neue gegründet – die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland, kurz: Nordkirche. Vorausgegangen sind 13 Jahre ... Von Frank Vollmer  mehr

 

Interview mit Gerda Hasselfeldt (CSU)

"Betreuungsgeld ohne Auflagen"

 

Bundestag debattiert über Flughafendebakel

"Wahnsinn", "Provinzniveau", "versemmelt"

 
 

Seeheimer Kreis kritisiert Troika

SPD-Politiker sehnen sich nach Kanzlerkandidaten

 

Merkel und Seehofer angeblich einig

Weg für Schröders flexible Frauenquote offenbar frei

Top-Services