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Andrea Nahles: Merkel soll sich Beispiel an Obama nehmen

zuletzt aktualisiert: 07.03.2010 - 08:46

Berlin (RPO). Nach dem Willen von SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles soll sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Auftreten gegenüber den Banken ein Beispiel an US-Präsident Barack Obama nehmen.

"Obama formulierte es deutlich: 'We want our money back!' Diesen Satz würde ich gerne mal von Frau Merkel hören! Von mir aus auch auf Deutsch - aber sie muss dafür sorgen, dass Banken und Spekulanten sich am Schuldenabbau beteiligen", sagte Nahles in einem am Sonntag vorab veröffentlichten Interview der Zeitschrift "Super Illu".

Der Bundesregierung mangele es an Augenmaß und Sparwillen, sagte Nahles. "Von solider Haushaltspolitik kann keine Rede sein." Es ärgere sie massiv, "dass zusätzlich zu den Einnahmeausfällen, die wir in diesem Jahr erwarten müssen, von Schwarz-Gelb Steuersenkungen angekündigt werden, die wir uns nicht leisten können".

Sie sei "sehr pessimistisch, dass wir aufgrund der Rekordverschuldung, die uns die weltweite Finanzkrise aufgebürdet hat, in den nächsten Jahren einen ausgeglichenen Haushalt erreichen werden", sagte die SPD-Generalsekretärin.

Deutsche von Schwarz-Gelb enttäuscht

Die Mehrheit der Deutschen hält einer Umfrage zufolge das amtierende schwarz-gelbe Regierungsbündnis für schlechter als die Vorgängerkoalition aus CDU und SPD. In der repräsentativen Emnid-Erhebung gaben 54 Prozent der Befragten an, die große Koalition sei besser gewesen als die jetzige Regierung aus Union und FDP, wie die Zeitung "Bild am Sonntag" vorab berichtete. Nur 36 Prozent zogen die aktuelle Koalition der vorigen vor. Unter den Unionsanhängern gaben 46 Prozent der großen Koalition den Vorzug.

Emnid befragte am vergangenen Donnerstag 501 Bürger.

Quelle: DDP/sdr

 
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