Brisantes Treffen im AKW Lingen: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesumweltminister Norbert Röttgen treffen mit den Atombossen Johannes Teyssen (Eon, links) und Jürgen Großmann (RWE, 2. v.r.) zusammen.
Zuvor hatte es kräftig gerappelt im Karton. Die Atomlobby hatte versucht, Druck auf Merkel auszuüben, die sprach daraufhin von Erpressungsversuchen.
Enstprechend distanziert fiel das Aufeinandertreffen im Emsland aus. Merkel forderte im Anschluss einen Zusatzbeitrag der Energiekonzerne über die geplante Brennelementesteuer hinaus.
Für das AKW Lingen fand Merkel ausschließlich freundliche Worte. Das Atomkraftwerk sei ein modernes, sehr sicheres Kernkraftwerk und ein Beispiel dafür, dass Kernkraft als Brückentechnologie notwendig sei.
Weniger freundlich fiel die Begüßung des Besuchertrupps vor den Toren des AKW aus.
Schon am frühen Morgen hatten Greenpeace-Aktivisten einen riesigen Schriftzug auf den Kühlturm projiziert: "Atomkraft ist ein Irrweg, Frau Merkel."
Auch die Parolen einzelner Demonstranten waren nicht sonderlich einfühlsam.
Die Demosntranten wenden sich strikt gegen eine Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken.
Die aber, so stellte Merkel am selben Tag klar, hält die Kanzlerin für sowohl notwendig als auch absehbar.