G-8-Gipfel: Merkel verkündet Einigung im Klimastreit
zuletzt aktualisiert: 07.06.2007 - 16:03Heiligendamm (RPO). G-8-Gastgeberin Angela Merkel hat einen "Riesenerfolg" bei den Verhandlungen zum Klimastreit verkündet. Demnach haben die Teilnehmer neue Ziele für die Klimapolitik vereinbart. Neuerdings ist von einer Halbierung der Treibhausgasemmissionen bis 2050 die Rede.
Wie die Bundeskanzlerin am Donnerstag mitteilte, sei vereinbart, "die Halbierung der Treibhausgasemissionen bis 2050 hier in Betracht zu ziehen und zwar ernsthaft". Alle Klimaschutzbemühungen sollen in einen UN-Prozess münden.
Merkel sprach von einem "Riesenerfolg": "Diesem Abkommen entkommt niemand, das ist ein Riesenschritt nach vorne." Die Kanzlerin sagte: "Es haben sich viele bewegt. Das ist ein starkes Signal." Nun sei für die Umweltminister der Weg frei, bei der UN-Klimakonferenz auf Bali Ende des Jahres über ein Kyoto-Nachfolgeabkommen zu verhandeln.
Die Europäer drängten US-Präsident George W. Bush in den Verhandlungen, konkreten Zielen zur Reduzierung von Treibhausgasen zuzustimmen. Bush erklärte sich bereit, an einem Kyoto-Nachfolgeabkommen für die Zeit ab 2012 im Rahmen der Vereinten Nationen mitzuwirken. Der US-Präsident hatte vergangene Woche vorgeschlagen, die 15 größten Produzenten von Treibhausgasen - darunter China und Indien - sollten bis Ende kommenden Jahres gemeinsame Ziele vereinbaren.
Merkel sagte vor Journalisten, dass die größten CO2-Produzenten einen Beitrag bis 2008 zum UN-Prozess leisten sollen. Damit gehe die amerikanische Initiative im Prozess der Vereinten Nationen auf. Alle inklusive der USA hätten den Bericht des Weltklimarates als Grundlage für das weitere Vorgehen anerkannt. Damit werde auch ein Bezug zur Begrenzung der Erderwärmung hergestellt.
Die Vereinbarung des Gipfels sei ein Bekenntnis der gemeinsamen aber unterschiedlichen Verantwortung. Damit würden die Schwellenländer einbezogen, die Industrieländer übernähmen aber eine führende Rolle.
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