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Klimawandel: Merkel will Atomkraftwerke nicht voreilig abschalten

zuletzt aktualisiert: 04.02.2007 - 09:24

Hamburg (RPO). Aufgrund des immer stärker werdenden Klimawandels hat Bundeskanzlerin Angela Merkel vor einem schnellen Ausstieg aus der Atomenergie gewarnt. Die deutsche Regierungschefin will die Atomkraftwerke nicht voreilig abschalten.

Wer den Ausstieg aus der Kernenergie wolle, "muss auch ernsthafte Antworten entwickeln, wie wir dann die Klimaschutzziele erreichen. Die erneuerbaren Energien sind wichtig, können aber bis 2020 kein vollständiger Ersatz sein", sagte Merkel der Zeitung "Bild am Sonntag" laut einem Vorabbericht.

Noch sei das Problem nicht befriedigend gelöst, die Kohlendioxidbelastung bei Kohle und Gas weiter massiv zu senken. Doch könne niemand wirklich wollen, dass Deutschland auf Dauer zum Stromimporteur werde.

Sie verstehe die Angst der Deutschen vor der Kernenergie, betonte Merkel, fügte aber hinzu: "Ich weise dennoch darauf hin, dass unsere Kernkraftwerke einen besonders hohen Sicherheitsstandard haben. In vielen Ländern der Welt werden derzeit Kernkraftwerke gebaut, die diese hohen Sicherheitsstandards nicht so erfüllen. Ich plädiere deshalb für international festgeschriebene, einheitliche Sicherheitsstandards bei Kernkraftwerken."

Gleichzeitig schloss Merkel einen Neubau von Atomkraftwerken in Deutschland in absehbarer Zeit aus. "Für die Zeit, die ich überblicken kann, sehe ich keinen Neubau von Kernkraftwerken in Deutschland", sagte sie.

Quelle: afp

 
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