kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
panorama merkel AFP 2010
  Foto: AFP, AFP
Kommentare ()

Kanzlerin zum Atom-Gipfel nach Washington: Merkel will Schutz vor "schmutzigen Bomben"

zuletzt aktualisiert: 12.04.2010 - 17:16

Berlin (RPO). Die Bundesregierung will auf dem Atom-Gipfel in Washington vor allem die Sicherung von Nuklearmaterial vorantreiben, das dem Bau einer sogenannten schmutzigen Bombe dienen könnte. Kanzlerin Angela Merkel werde dazu vor den rund 40 Staats- und Regierungschefs Stellung beziehen, hieß es dazu am Montag aus Regierungskreisen in Berlin.

Merkel hält sich bis Dienstag in Washington auf und reist dann weiter nach Kalifornien. Am Freitag kehrt sie nach Deutschland zurück.

Es sei "die größte Angst der Bundesregierung", dass dem Bau von "schmutzigen Bomben" in verschiedenen Ländern nicht genügend Aufmerksamkeit gewidmet werde, hieß es in den Kreisen weiter.

In Deutschland gebe es diesbezüglich "keinen Nachholbedarf", das Atomgesetz biete ausreichend Sicherheit. Im Sprachgebrauch der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEA sind "schmutzige Bomben" Vorrichtungen mit konventionellem Sprengstoff, denen radioaktive Stoffe beigemischt werden.

Auf dem Gipfel soll den Angaben zufolge ein Kommuniqué verabschiedet werden, in dem sich die beteiligten Staaten verpflichten, sich um den Schutz nuklearen Materials zu bemühen. Zusätzlich zu dieser Erklärung soll es einen Arbeitsplan geben, der Details festlegt. Im Vordergrund stehen die Sicherung nuklearen Materials, eine ausreichende Ausbildung des Personals, der Transport von Nuklearmaterial und die internationale Zusammenarbeit auf diesem Gebiet.

Treffen mit Obama

Die Bereitschaft der Staaten, an diesem Vorhaben mitzuwirken, sei groß, hieß es aus der deutschen Regierung. Allerdings gebe es die Befürchtung einiger Entwicklungs- und Schwellenländer, dass sie über eine zu rigide Bestimmung in der Nutzung von Nuklearmaterial zu zivilen Zwecken eingeschränkt würden. Diese Länder, allen voran Ägypten, dringen demnach deshalb auf Freiwilligkeit der Maßnahmen.

Am Rande des Gipfels sind den Angaben zufolge zahlreiche bilaterale Gespräche geplant. Merkel soll am Dienstagabend mit Obama zu einem direkten Gespräch zusammentreffen. Der Termin schließe nahtlos an die regelmäßigen Gespräche der beiden an. Neben einer Bewertung des Gipfels sollen die Themen Iran und Naher Osten besprochen werden.

Mit einer Entscheidung zur Aufnahme von Häftlingen aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo sei eher nicht zu rechnen - hier laufe die Prüfung noch, die "Betrachtung der Einzelfälle" sei noch nicht abgeschlossen, hieß es. Gegen eine Aufnahme sprachen sich am Wochenende eine Reihe von unionsgeführten Landesregierungen aus.

Weitere Stationen auf Merkels Reise werden am Mittwoch und Donnerstag Los Angeles und San Francisco sein. Dabei steht unter anderem ein Besuch der Stanford Universität auf Programm, an der Merkel eine Rede halten wird.

Die CDU-Vorsitzende folgt einer Einladung des kalifornischen Gouverneurs Arnold Schwarzenegger, die dieser im März vergangenen Jahres bei seinem Besuch der Computermesse Cebit in Hannover ausgesprochen hatte. Neben Gesprächen mit Schwarzenegger stehen Termine mit Wirtschaftsvertretern und Wissenschaftlern auf dem Plan. Merkel wird dazu unter anderem das Forschungslabor der Universität Berkeley besuchen.

Ahmadinedschad - Atomgipfel beschämend für Menschheit

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat den internationalen Atomgipfel in Washington als beschämend für die Menschheit kritisiert. Politiker, die sich als Vertreter der internationalen Gemeinschaft ausgäben, seien dumm und zurückgeblieben, sagte Ahmadinedschad am Montag nach Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Irna. Die Islamische Republik ist nicht zu dem Treffen der rund 40 Staat- und Regierungschefs eingeladen, das am Montag beginnt. Ziel ist der Versuch, bis 2012 das gesamte Atommaterial weltweit in sichere Hände zu bringen.

Quelle: apd/Reuters/csr

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hat den Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld auf den ... mehr 

Weißes Haus bedauert Obamas KZ-Versprecher

"Polnisches Todeslager"

Weißes Haus bedauert Obamas KZ-Versprecher

Das Weiße Haus hat sich für eine missglückte Äußerung von US-Präsident Barack Obama zu einem KZ in Polen entschuldigt. mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hat den Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld auf den Weg gebracht. Profitieren können auch Berufstätige. Nun muss das Kabinett den Entwurf verabschieden. Am Mittwoch billigte es zunächst Schröders ... von Eva Quadbeck  mehr

 
 

Bildungsministerin unter Druck

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

 

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

 

Drohender Verzug bei Bergung der Abfälle

Altmaier besucht Atommülllager Asse

Top-Services