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Ausschreitungen in Heidenau
#merkelschweigt - Kritik an stummer Kanzlerin

Fotos: Dritter Tag in Folge: Proteste in Heidenau
Fotos: Dritter Tag in Folge: Proteste in Heidenau FOTO: dpa, abu wst
Düsseldorf. Politiker, Prominente und Bürger äußerten ihre Meinung zu dem hass von Heidenau. Nur eine schwieg lange: Angela Merkel. Im Netz nahm die Kritk unter dem Hashtag #merkelschweigt mächtig Fahrt auf.

Seit Freitag protestieren rechte und linke Gruppen gegen die Unterbringung von Flüchtlingen in einem ehemaligen Praktiker-Baumarkt. Immer wieder bricht Gewalt aus, die Polizei richtet rund um das Flüchtlingsheim eine Sicherheitszone ein. Im Laufe des Wochenendes wurden 30 Polizisten verletzt. Trotzdem sind mittlerweile nach Angaben des Betreibers über 300 Flüchtlinge in dem Gebäude untergebracht.

Das Netz diskutiert die Situation, viele Politiker, Prominente, Bürger mahnen, den rechten Hass gegen Flüchtlinge nicht hinzunehmen. "Bei uns zuhause würde man sagen, das ist Pack, was sich hier rumgetrieben hat" - so heftig äußerte sich zum Beispiel Vizekanzler Sigmar Gabriel am Montag bei einem Besuch in Heidenau. Nur eine schwieg lange beharrlich: Kanzlerin Angela Merkel.

Im Netz sammelt sich die Kritik an der stummen Kanzlerin unter dem Hashtag #merkelschweigt bei Twitter. Dieser Tweet der Tagesschau fasst die Stimmung zusammen:

Im Laufe des Montagvormittags äußerte sich dann schließlich auch Merkel doch noch über ihren Regierungssprecher Steffen Seibert zu der Lage in Heidenau. Seibert erklärte in Berlin: "Es ist abstoßend, wie Rechtsextreme und Neonazis versuchen, rund um eine Flüchtlingseinrichtung ihre dumpfe Hassbotschaft zu verbreiten. Und es ist beschämend, wie Bürger, sogar Familien mit Kindern, durch ihr Mitlaufen diesen Spuk unterstützen." Es gebe keinerlei Rechtfertigung für Gewalt.

(lsa)
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