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Kritik an Merkels Taktik: Merz findet Unions-Wahlkampf inhaltsleer

zuletzt aktualisiert: 02.09.2009 - 12:07

Berlin (RPO). Der scheidende CDU-Bundestagsabgeordnete Friedrich Merz hat einem Medienbericht zufolge Kritik am bisherigen Wahlkampf seiner Partei geübt. "Ich hoffe, dass wir auch noch über Themen reden", sagte der frühere Unionsfraktionschef demnach bei einer Veranstaltung des Berliner CDU-Ortsverbandes Altglienicke.

"Ich gehöre zu denjenigen, vielleicht zu den wenigen in der CDU, die bedauern, dass wir keine harte inhaltliche Auseinandersetzung führen", erklärte März laut "Spiegel Online" weiter. Vielleicht komme das noch.

Merz schloss eine Rückkehr in die Politik nicht aus - "auch wenn der eine oder andere das als Drohung empfindet". Nun aber sei "der richtige Zeitpunkt für eine Auszeit", sagte der Finanzexperte. "Es gibt einige Verspannungen und Verkantungen, die nicht auflösbar sind", so Merz.

Dies habe er zweimal in dieser Wahlperiode versucht, es sei jedoch nicht gelungen. "Ich bin immer bereit, über eine Rückkehr nachzudenken", sagte Merz. "Das setzt aber voraus, dass wir ein Team haben und dass wir das gemeinsam wollen."

Bundeskanzlerin Angela Merkel, die nach den Verlusten der CDU bei den Landtagswahlen in Thüringen und im Saarland wegen ihrer zurückhaltenden Wahlkampfführung auch aus den eigenen Reihen kritisiert worden war, nannte er namentlich nicht. Das Verhältnis zur CDU-Vorsitzenden gilt als gespannt, nachdem diese Merz 2002 von der Fraktionsspitze verdrängt hatte.

Ende 2004 war Merz auch von seinem Posten als stellvertretender Fraktionschef zurückgetreten. Am 27. September kandidiert er nicht erneut für den Bundestag. Mit öffentlichen Äußerungen hatte er sich zuletzt zurückgehalten.

Quelle: AP/asl

 
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