Ärztestreiks und Praxisschließungen: Ministerin Schmidt fordert Ende der Proteste
zuletzt aktualisiert: 23.07.2009 - 06:36Frankfurt/Main (RPO). Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat auf die zum Teil hohen Honorarsteigungen für niedergelassene Ärzte vehement reagiert und ein sofortiges Ende der Proteste und Praxisschließungen gefordert. Für viele Mediziner habe es jetzt "deutliche" Mehreinnahmen gegeben, sagte die SPD-Politikerin der "Frankfurter Rundschau" mit Blick auf jüngste Quartalsabrechnungen.
Die im vergangenen Jahr beschlossene Honorarreform erfülle damit ihren Zweck. Sie setze darauf, "dass es jetzt gute Qualität und guten Service für die Kassenpatienten gibt", sagte Schmidt. Vor allem erwarte sie, "dass nun keine Aktionen mehr zu Lasten der Patienten unternommen werden und Politgetöse aus Praxen verschwindet".
Schmidt bezog sich auf erste Meldungen der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, aus Bremen und aus Bayern. "Eventuelle Verluste bei wenigen Fachärzten können auf fünf Prozent begrenzt werden", sagte sie.
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