kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Kein Recht auf "Schmollwinkel": Ministerin von der Leyen kritisiert Kita-Streiks

zuletzt aktualisiert: 04.07.2009 - 13:33

Frankfurt/Main (RPO). Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat den Arbeitskampf in den kommunalen Kindertagsstätten kritisiert und beide Tarifparteien zum Einlenken aufgefordert. Wenn versucht werde, über die Not der Eltern Druck aufzubauen, gebe es am Ende nur Verlierer, so die Ministerin in einem Interview.

"Niemand hat das Recht, sich jetzt in den Schmollwinkel zurückzuziehen, während Tausende Eltern streikbedingt von einem Betreuungsnotstand in den nächsten schlittern", schrieb die CDU-Politikerin in einem Beitrag für die Berliner "tageszeitung".

Der stellvertretende Linke-Vorsitzende Klaus Ernst kritisierte die Äußerungen der Ministerin als "populistische Einmischung", die unerträglich sei. Niemand dürfe den Arbeitnehmern ihr verbrieftes Recht auf Streik nehmen. Die Tarifautonomie habe in Deutschland Verfassungsrang: "Das hat auch eine Familienministerin zu respektieren", sagte Ernst.

Die Gewerkschaft Verdi hatte zuletzt die seit Mitte Mai bundesweit laufenden Streiks wegen der Sommerferien reduziert. Am Freitag beteiligten sich in Bayern und Baden-Württemberg insgesamt rund 3.500 Erzieherinnen an dem Ausstand. Die Tarifverhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) waren am 19. Juni ergebnislos abgebrochen worden.

Kinderschutzbund appelliert an Tarifparteien

Von der Leyen forderte die Tarifparteien auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Der Bund zahle Milliarden für Kinderbetreuung dazu. Für die kommunalen Arbeitgeber seien Spielräume also da.

Auch der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, forderte in der "taz", die politisch Verantwortlichen müssten nachgeben: "Der Streik trifft nicht nur Eltern - er schadet auch den Kindern, die sich in der Not mit ständig wechselnden Bezugspersonen abfinden müssen." Bei ganz kleinen Kindern könne dies sogar zu einer Beeinträchtigung der Hirnentwicklung führen.

Verdi-Verhandlungsführer Achim Meerkamp warf den kommunalen Arbeitgebern vor, Problemlösungen zu verweigern. Es gehe zu weit, wenn Bürgermeister, die mangelnde Bildungsarbeit beklagten, "keinen Finger krumm machen zur Lösung des Problems". Die Arbeitgeber lehnten sich im Sessel zurück und warteten in der Hoffnung ab, "die Eltern würden schon irgendwann vor lauter Not auf die Erzieherinnen losgehen". 


 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hat den Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld auf den ... mehr 

Weißes Haus bedauert Obamas KZ-Versprecher

"Polnisches Todeslager"

Weißes Haus bedauert Obamas KZ-Versprecher

Das Weiße Haus hat sich für eine missglückte Äußerung von US-Präsident Barack Obama zu einem KZ in Polen entschuldigt. mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Zeitung: Betreuungsgeld kommt am 6. Juni ins Kabinett

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hat den Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld auf den Weg gebracht. Profitieren können auch Berufstätige. Nun muss das Kabinett den Entwurf verabschieden. Am Mittwoch billigte es zunächst Schröders ... von Eva Quadbeck  mehr

 
 

Bildungsministerin unter Druck

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

 

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

 

Drohender Verzug bei Bergung der Abfälle

Altmaier besucht Atommülllager Asse

Top-Services