OECD interessiert: Ministerium plant Pisa-Test für Azubis
zuletzt aktualisiert: 21.06.2009 - 11:54Düsseldorf (RPO). Das Bundesbildungsministerium plant einen Medienbericht zufolge internationalen Pisa-Test für Lehrlinge. Auf deutsche Initiative schlossen sich bereits acht europäische Länder zur Überprüfung der Qualität ihrer beruflichen Ausbildung zusammen, auch die OECD soll interessiert sein.
Durch das neue Projekt solle ermittelt werden, was die Azubis in ihrem Arbeitsalltag tatsächlich können, berichtete die Zeitschrift "Wirtschaftswoche" am Samstag. "Unser Ziel ist, dass die Länder voneinander lernen können", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bildungsministerium, Andreas Storm (CDU), der Zeitschrift.
Die Lehrlinge sollen dem Bericht zufolge am Ende ihrer Ausbildung und drei bis vier Jahre danach geprüft werden. Starten werde das Projekt in den Berufen Kfz-Mechatroniker, Industriekaufmann, Altenpfleger und Elektroniker für Betriebs- und Gebäudetechnik beziehungsweise Automatisierungstechnik. Die Europäische Union und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die für die Schulstudie PISA verantwortlich zeichnet, zeigten laut "Wirtschaftswoche" bereits großes Interesse an der Initiative.
Neben Deutschland beteiligen sich demnach Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Österreich, die Schweiz und Slowenien an dem Projekt. Dessen europäische Ausschreibung könne Ende des Jahres beginnen. Ergebnisse des Lehrlingstests sollen laut dem Bericht voraussichtlich im Jahr 2013 vorliegen.
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